"Heilige Nacht" in der Oberpfalz

Ein hörenswertes Gastspiel gab die Waidhauser Stubenmusik mit Sängern unter Gesamtleitung von Bernhard Kreuzer (rechts). Hans Mäckl (links) las Ludwig Thomas "Heilige Nacht" vor. Bild: gz
Lokales
Eslarn
10.12.2014
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Ludwig Peyerl aus Pfrentsch hat Ludwig Thomas "Heilige Nacht" von Oberbayern in die Oberpfalz verlegt. In der Eslarner Pfarrkirche kamen die Besucher nun in einen ganz besonderen musikalischen Genuss.

Die Idee, die biblische Weihnachtsgeschichte nach Oberbayern zu versetzen, hatte Ludwig Thoma vor nahezu 90 Jahren. Mit lang anhaltendem Applaus und Spenden würdigten die rund 150 Zuhörer in der Pfarrkirche die Darbietungen der Weihnachtsgeschichte "Heilige Nacht".

Traditionelles Werk

Das klassische und traditionelle Werk von Thoma hat Hans Mäckl aus Waidhaus mit großer Intensität im Oberpfälzer Dialekt interpretiert. Passend dazu stimmte die aus Instrumentalisten und Sängern bestehende Waidhauser Stubenmusik die Besucher auf das Weihnachtsfest ein.

Pfarrer Erwin Bauer dankte Roland Helm für die Idee, die Waidhauser Stubenmusik nach Eslarn zu holen. 15 Akteure aus Waidhaus, dem Umland und aus Weiden erweckten das beeindruckende literarische Werk von der Suche einer Herberge und der Geburt des Erlösers zum Leben. "Mit diesen Arrangements ist Ludwig Peyerl etwas Einmaliges gelungen", stellte Gesamtleiter Bernhard Kreuzer fest.

Das Ensemble eröffnete den Nachmittag mit "Im Wald is so staad" und bestätigte damit die Feststellung von Kreuzer. Die Botschaft vom beschwerlichen Weg von Nazareth nach Bethlehem, der Herbergssuche und der Geburt des Erlösers in der Krippe ließ Mäckl lebendig werden.

Das beeindruckende Gesamtbild am Altar vervollständigte die Stubenmusik mit Männerchor und Instrumentalisten. Das Ensemble spielte und sang nachdenklich sowie besinnlich die Neukomposition der "Heiligen Nacht" unter Anlehnung an die Urfassung. Das Ensemble spannte mit den Arrangements ihres Gönners Peyerl den Bogen vom weihnachtlichen Klassiker hin zu bodenständiger Volksmusik.

Beeindruckende Vorstellung

Neben Kreuzer (Gitarre) brillierten zudem Alla Dubroviná (Geige), Kerstin Wilka-Dierl (Hackbrett), Reinhard Zilk (Kontrabass) sowie an den Zithern Regina Messer, Sonja Kick und Maria Zitzmann. Mit stimmiger Harmonie begleiteten die Sänger Eberhard Reber, Richard Wölfel, Josef Dierl, Ludwig Greß senior, Ernst Meindl, Alfred Kirzinger und Markus Bauriedl das literarische Werk. Mit dem "Christmetten-Jodler" endete nach 90 Minuten die beeindruckende und unvergessliche Vorstellung. Stubenmusik und Sänger treten am Sonntag, 21. Dezember, um 16 Uhr zur "Adventlichen Stunde" in der Pfarrkirche in Waidhaus auf.
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