Kindergarten steigert Defizit

An der Giebelseite (links) wurde das Informationsgebäude drei Meter verlängert, um Platz für den Kiosk und Duschräume zu schaffen. Bild: bey
Lokales
Eslarn
04.11.2015
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Die Betriebskostenabrechnung des Kindergartens für das Jahr 2013/2014 schließt mit einem Defizit in Höhe von 84.618 Euro ab. Der Anteil für den Markt Eslarn von 67.694 Euro sorgte am Dienstag für harsche Kritik im Gemeinderat.

Bürgermeister Reiner Gäbl nannte das Defizit eine Summe, die im ersten Moment erschreckt. Das Marktoberhaupt bat zu berücksichtigen, dass der Abrechnungszeitraum tatsächlich 16 Monate betrage als Folge, dass vom Kindergartenjahr auf das Kalenderjahr umgestellt worden sei.

Es stehe aber auch fest, dass die Personalausgaben mit 378.900 Euro der größte Posten sei. Dies sei aber auch der Aufteilung der Gruppen geschuldet, die auch vom Markt mitgetragen worden sei. Der neue Haushaltsplan soll laut Gäbl im Januar erstellt werden. Hier werde sich auch entscheiden, wie viele Gruppen es künftig in der Einrichtung geben werde. Die sinkenden Geburtenzahlen deuten allerdings bereits jetzt darauf hin, dass zwei Gruppen ausreichend sein werden.

Siegfried Wild nannte die Erhöhung des Defizits von 43.985 Euro nach einer früheren Berechnung auf jetzt 84.618 Euro nicht nachvollziehbar. Auch habe er in den Kontenblättern die Spenden des Elternbeirates nicht gefunden, bemängelte Wild. Wenn für den externen Abschluss ein fünfstelliger Betrag bezahlt werde, müsse von der Richtigkeit der Abrechnung ausgegangen werden, so der Marktrat. Den Beschluss zur Kenntnisnahme fasste der Marktrat mit zwei Gegenstimmen. Gleichzeitig wurde im Beschluss festgelegt, dass die Frage der Spendengelder des Elternbeirates abzuklären ist.

Voranfrage zu Pferdestall

Einstimmig billigte der Marktgemeinderat eine Voranfrage zur Errichtung eines Pferdestalls auf dem Grundstück Flurnummer 477/2 Gemarkung Eslarn am Knöchel. Dieses Grundstück befindet sich in Richtung Roßtränk gegenüber dem Festplatz. Mit einer Sondervereinbarung mit dem Markt Eslarn wäre bei Realisierung des Vorhabens die Frage der Wasserversorgung abzuklären.

Ebenfalls ohne Diskussion nahm der Marktgemeinderat vom für die Errichtung eines Informationshauses für Fischerei und Gewässer beim Atzmannsee Kenntnis. Diese Tektur wurde erforderlich, weil das Gebäude im Laufe der Bauarbeiten durch Einbau eines Kiosks und Duschen vergrößert wurde. Bei Bearbeitung des Zuschussantrages war der Unterschied zwischen Planung und Wirklichkeit erkannt worden, so dass die Tektur verlangt worden war.

Einstimmig sprach der Gemeinderat die Zustimmung zur Aufforstung einer Teilfläche des Grundstückes Flurnummer 1990 Gemarkung Eslarn aus. Als Auflage wurde ein Abstand von zwei Metern zum Gemeindeweg festgelegt. Der Antrag auf Herausnehmen von Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet "Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald" bleibt aufrecht erhalten. Mit dem entsprechenden Beschluss folgte der Rat dem Vorschlag des Bürgermeisters.

Wasser für Christbäume

Der Eigentümer einer Christbaumkultur an der Böhmer Straße darf seine Bäume mit Wasser aus dem eigenen Brunnen gießen. Der Marktgemeinderat erteilte für diesen Zweck die Befreiung vom Anschluss- und Benutzungszwang nach der Satzung zur öffentlichen Wasserversorgung.

Einstimmig beschloss der Marktrat, den Förderantrag für die Erstellung des Kanalkatasters einzureichen. Die Kosten dafür betragen auf die Jahre 2015 bis 2020 verteilt insgesamt geschätzte 264 476 Euro. Dafür erhält der Markt eine Förderung von rund 38.400 Euro. Für die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen im Gebiet Schellenbach reicht der Markt beim Wasserwirtschaftsamt Weiden einen Förderantrag ein und beantragt gleichzeitig die Zulassung des vorzeitigen Baubeginns.

In diesem einstimmigen Beschluss ist auch die Aufforderung gegenüber den Grundstückseigentümern enthalten, ihre Grundstücksentwässerungsanlagen untersuchen zu lassen. Dies dient der Feststellung, ob Fremdwasser über diese Leitungen abgeführt wird und somit die Kläranlage belastet.
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