Krieger- und Soldatenverein sammelte 1330 Euro
Baustein für Erhalt von Soldatengräbern

Lokales
Eslarn
06.11.2014
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Der stattliche Betrag von 1330,86 Euro bedeutete für den Krieger- und Soldatenverein (KSV) ein Rekordergebnis und für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge einen Baustein zum Erhalt der Soldatengräber.

Ein Dank ging vor allem an die Friedhofsbesucher und ehrenamtlichen Sammler an Allerheiligen. Mit der Büchse in der Hand postierten sich am Friedhofseingang Sammelleiter Jürgen Niederdräing vom KSV mit Oberstabsfeldwebel Peter Klemm, Feldwebel Mario Windisch und Stabsunteroffizier Mico Sallak vom 1. Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach.

Wertvoller Dienst

Der KSV und die Soldaten der Patenkompanie fühlen sich allen Kriegsopfern verpflichtet und leisten mit der jährlichen Sammelaktionen einen anerkennenswerten ehrenamtlichen Beitrag für den Erhalt der Kriegsgräber. Im Namen des KSV dankte Jürgen Niederdräing den Spendern und den Soldaten der Patenkompanie für die beachtliche Unterstützung.

Aufgrund des Engagements und der stets hervorragenden Sammelergebnisse wurde dem KSV - stellvertretend für alle Spender - bereits das Fahnenehrenband "Mortui viventes obligant" (die Toten verpflichten die Lebenden) verliehen.

Die Kriegsgräberfürsorge pflegt seit Jahrzehnten die Gräber von 2,5 Millionen Kriegstoten auf 825 Friedhöfen in 45 Ländern. Auch aus Eslarn kehrten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg fast 400 Soldaten nicht in die Heimat zurück und fanden fernab ihrer Angehörigen in fremder Erde ihre letzte Ruhe.

Aufgabe für Jahrzehnte

In den vergangenen 20 Jahren hat der Volksbund in Ländern des ehemaligen Ostblocks 785 000 Kriegstote geborgen und über 720 000 Namen nicht mehr zu bergender Soldaten auf Mahnmalen graviert. Da immer weniger Zeitzeugen für die Suche nach den in Vergessenheit geratenen Kriegsgräbern zur Verfügung stehen, ist es ein Wettlauf mit der Zeit. Einen kleinen Baustein zum Erhalt der Kriegsgräber leisten seit vielen Jahren die zahlreichen Friedhofsbesucher.

Der Volksbund finanziert sich und seine Arbeit überwiegend aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Sammlungen sowie aus finanziellen Zuweisungen von Bund und Ländern. Mit derartigen Aktionen könne das Gedenken an die Kriegstoten in den Erinnerungen und in der Mitte der Menschen weiterleben, wird mitgeteilt. "Denn hinter jedem Namen steht ein Einzelschicksal - und die Erinnerung ist Frieden zugleich."
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