Leckere Dreingaben

Modernes Mittelalter: In den Kreis der Ritter und edlen Freifrauen mischte sich ein türkisfarbener Drache mit Smartphone. Bild: gz
Lokales
Eslarn
12.02.2015
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Beim Schützenball der Schützengesellschaft "Hubertus" haben nur Maiden, Rittersleit, Mönche, Henker und Drachen Zutritt. Und die Folterkammer ist auf einmal ein sehr beliebter Ort.

Eine außergewöhnliche Dekoration im Bauriedlsaal bot die Schützengesellschaft "Hubertus" beim Schützenball. "Kehret ein und genießet die mittelalterliche Aufmachung", begrüßte Marktgraf Fabian Wild von der schwarzen Ritterburg die erlauchten Gäste.

Über 200 Arbeitsstunden

Ein Arbeitstrupp hatte unter der Regie von Eventmanager Christoph Bauer und Assistentin Jasmin Härtl den "Breiersaal" mit einem gewaltigen Aufwand von über 200 Arbeitsstunden in eine sehenswerte "Hubertus"-Festburg verzaubert und versetzte die Besucher unter dem Motto "Holde Maid und Rittersleit" in eine mittelalterliche Atmosphäre.

An den Wänden waren Schilde, Rüstungen und Bilder der Rittergilde von Hubertus zu Eslarn vertreten. Die ehemaligen Eslarner Regentschaften der Ritter von Stöckl blickten mit edlen Herrn auf das aufgebrachte Volk. Die bunten Fenster zeigten die damals typische Glasmalerei. Die Besucher bereicherten in tollen Kostümen passend zur ausgegebenen Epoche und zur Saaldekoration die Ballnacht und standen als Ritter, Burgfräuleins, Landvolk und Mönche im Rampenlicht. Beeindruckend waren zudem die Kostüme eines Henkers und Drachen.

Während sich die Hubertusgilde emsig um ihre Untertanen kümmerten, verweilte der Hubertuskönig, Schützenmeister Konrad Härtl, in der Küche. Da die Burgherren mit ihrem Koch überhaupt nicht zufrieden waren und ihn ins Burgverlies steckten, übernahm Härtl dank seiner bewährten Kenntnisse und mit seinem eingespielten Küchenteam höchstpersönlich die Versorgung der ehrenwerten Gäste. Der königliche Koch zauberte viele Leckereien aus dem Kochtopf, wobei die Ritterspieße besonders begehrt waren.

Zudem reichten die edlen Damen und strammen Herren der Hubertusrunde flüssige Kost und kulinarische "Henkersmahlzeiten". Eine leckere Dreingabe nicht nur an die "holden Maids" gab es mit selbstgemachtem Honig-Met und in der "Folterkammer-Bar" erhoben die Ehrenmänner das Glas mit ihren Fräuleins und Gleichgesinnten.

"Tänzer der Tafelrunde"

Den musikalischen Teil mit Rock und Oldies übernahmen auf dem erhobenen Burgtrakt in der königlichen Bauriedl-Festung die Musiker von "CC-Pop". Ein absoluter Höhepunkt war der Auftritt eines erlesenen Hubertus-Teams als "Tänzer der Tafelrunde". Die Fürsten, Herzoge und Barone mit ihren herzöglichen Freifrauen setzten gekonnt einen höfischen Tanzreigen in Szene und begeisterten das anspruchsvolle Publikum.

Mit einer krönenden Darbietung glänzte die "Fanfarengruppe" der Kolpingsfamilie Tännesberg mit ihren vier Fanfaren und vier Trommlern. Gefallen fanden zudem die mittelalterlichen gelbbraunen Kostüme mit braunen Barett, gelben und weißen Federn. Zum Ende des "Burggelages" äußerten sich die Burgherren von Hubertus mit dem Besuch zufrieden und dankten allen für ihre Anwesenheit und ihrem rührigen Anhängern für das meisterliche Werk.
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