Markträte wollen Fußboden in Kommunbrauhaus-Tenne bewahren - Viele Bauvorhaben auf der ...
Charakter der früheren Nutzung erhalten

Gesäuberte Flächen erleichterten den Markträten die Entscheidung im Umgang mit dem Fußboden im Kommunbrauhaus. Architekt Josef Schönberger (rechts) erklärte Details zur Maßnahme. Bild: fjo
Lokales
Eslarn
22.01.2015
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Nicht bloß um den Fußbodenbelag der Tenne ging es den Markträten am Dienstagabend im Kommunbrauhaus. Bei Notbeleuchtung riet Architekt Josef Schönberger zum Erhalt der alten Bretter, damit der Charakter der früheren Nutzung Spuren hinterlassen könne.

Beste Lösung

Kostengünstig und ganz dem Denkmalschutz entspräche ein Abbürsten des Bodens, der dann nur noch zu Grundieren und mit Öl zu behandeln wäre. Auf fast 7000 Euro schätzte er die Kosten für den Austausch des Fußbodens. Bürgermeister Reiner Gäbl sah im geringeren Zeitaufwand ein zusätzliches Argument und hielt das Bewahren für die bessere Lösung: "Das passt zu diesem Gebäude hier. Wir haben gewusst, was wir hier machen wollen." Die Sanierungsarbeiten an den Holzdielen gingen für 3258 Euro an die Firma Schwab aus Spielberg. Zum einstimmigen Beschluss gehörte auch das Ausbessern bislang nur provisorisch ausgeführter Fehlstellen.

Dann ging es gemeinsam in den Keller. Die im Aufgangsbereich vom Planer vorgeschlagene Abtrennung zum Erdgeschoss stieß vor allem beim Bürgermeister "allein wegen der Optik" sofort auf Widerstand. Nach der ausgiebigen Grundsatzdebatte über die Notwendigkeit einer Absperrung verzichteten die Teilnehmer einmütig auf eine sofortige Lösung. Abschließend brachte Schönberger noch die Endreinigung des gesamten Gebäudes zur Sprache. Die Wahl fiel auf das Angebot der Firma Müller aus Schwandorf über 1780 Euro.

Im Rathaus standen dann Baumaßnahmen zur Beratung an: Das "Seniorenzentrum am Tillyplatz" erhielt "grünes Licht" für eine Änderung der Fluchtwege. Auch eine von der Firma Michael Häring geplante Erweiterung der bestehenden Produktionshalle um ein Lager mit Ladezone durchlief den Marktrat ohne Gegenstimme. Keine Einwände gab es gegen die Änderung des Bebauungsplans "Sandrad II" der Stadt Oberviechtach.

Zum beabsichtigten Wohngebiet "westlich des Wiesenwegs" gab Gäbl ein kurzes Fazit der Anhörung. Wegen teils "niederschmetternder Aussagen" schloss sich das Gremium seinem Vorschlag auf Vertagung und Vereinbarung eines Ortstermins an. Hierzu sollen durch die Verwaltung weitere Beteiligte, Vertreter des Landratsamts und der Landrat eingeladen werden. Bei der Änderung der Landschaftsschutzgebiets-Verordnung für den Naturpark "Nördlicher Oberpfälzer Wald" hielt das Gremium am Beschluss von 2012 fest und bekräftigte die Herausnahme zur Nutzung von Windkraft vorgesehener Flächen. Die Abschlussfahrt der achten und neunten Klasse nach Berlin wird mit 250 Euro unterstützt. 16 der 31 Schüler beider Klassen sind aus Eslarn.

Mäzen gestorben

Eine traurige Nachricht hatte der Rathauschef noch am Sitzungsende: Stifter, Mäzen und Bürgermedaillenträger Hans Zierer ist am Montag gestorben.
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