Musik und Humor bei der Pfarrversammlung in Eslarn
Enger zusammenrücken

Lokales
Eslarn
26.09.2014
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Die Pfarrversammlung in Eslarn war neben den reichlichen Informationen und Neuigkeiten mit musikalischer Kost und Humor gewürzt. Die Zukunft der Kirche sehen die Verantwortlichen in der ehrenamtlichen Mitgestaltung und im solidarischen Miteinander.

"Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind der größte Schatz einer Pfarrei", stellte Pfarrer Erwin Bauer fest. Das Treffen im Pfarrheim "Sankt Marien" stellte er unter das Motto "Zukunftsvisionen". Der Rückgang der Kirchenbesucher und Seelsorger zeige, dass die Kirche seit Jahren auf dem Rückzug ist. Diese Entwicklung habe in vielen Orten bereits zu Zusammenlegungen von Pfarreien geführt. "Es wird daher auch bei uns auf Dauer nicht so bleiben", prophezeite der Geistliche. Als ersten Schritt nannte er die gemeinsame Firmung mit Moosbach. "Wichtig für die Zukunft ist vor allem die Offenheit und solidarisches Engagement."

Pfarrgemeinderatssprecherin Agnes Härtl sprach die Pfarrgemeinderatswahlen an und wies auf die gute Beteiligung von 290 Stimmen der Pfarrangehörigen bei der Umfrage zu den neuen Gottesdienstzeiten hin. "Der Gottesdienst am Samstag findet generell um 19 Uhr statt, und am Sonntag ist künftig nur noch um 9.30 Uhr ein Gottesdienst." Die neue Regelung soll nach der Abberufung von Pfarrer Benny aus Eslarn in Kraft treten.

"Ja, es tut sich was in unserer Pfarrei." Den Gemeinschaftsgeist in den Kirchengremien konnte Kirchenpfleger Anton Hochwart bestätigen. Mit der Pfarrheimsanierung habe die Pfarrei eine Meisterleistung vollbracht. Die Ausgaben im Jahr 2013 bezifferte Kirchenrat Hans Bauer auf insgesamt 276 000 Euro und die Einnahmen auf 282 000 Euro. Für die Gehälter fallen 33 000 Euro, für Sachausgaben 14 800 und für Strom 6000 Euro an. An Zuschüssen habe die Pfarrei 30 000 Euro, von der Diözese 13 900 Euro und aus Erbbauverträgen des 99 Tagwerk umfassenden Kirchenwaldes 9500 Euro erzielt.

Da sich immer wieder Kirchenbesucher über die kalte Kirche beschweren, sollen die Stromausgaben angehoben werden. "Ich bitte aber alle, in der Kirche nach vorne zu kommen, da die Kirche in zwei Teilen geheizt wird und wir keine leeren Bänke heizen möchten."

Stellvertretende Pfarrgemeinderatssprecherin Waltraud Karl hatte bei ihrem Sketch als "Hamdoiner" für manches eine Lösung parat. Der "Gmoidoiner" wurde für seine amüsanten Ausführungen kräftig mit Applaus bedacht.

Im Zusammenhang mit dem Kindergartenpersonal sah Kirchenrat Karl Schmid noch Erklärungsbedarf. "Die Kinderkrippe ist für 12 Kinder im Alter von 1 bis 3 Jahren installiert worden und wurde mittlerweile nur noch von 9 Kindern besucht." Da am Stichtag der Anmeldungen weniger Kinder für die Krippe vorhanden waren, musste sich die Kirchenverwaltung im Einvernehmen mit dem Kindergarten von einer Erzieherin trennen. Die mit befristeten Vertrag angestellte und nicht mehr verlängerte Erzieherin fand in Weiden zügig eine neue Anstellung. Da momentan insgesamt 68 Kinder den Kindergarten von 7.30 bis 13.30 Uhr besuchen, wird voraussichtlich ab 2015 eine weitere Erzieherin eingestellt. "Bisher haben wir dafür drei Bewerber."

Einen Aufruf an die Pfarrangehörigen, noch mehr Gemeinschaftsgeist zu entwickeln, richtete Klaus Härtl. "Nur durch die rührige Mitgestaltung ist die Pfarrei für die Zukunft gewappnet." Frischen Wind erhofft sich Härtl durch das neue Gotteslob und die neuen Lieder.

Zum Ausklang spiegelten sich in teils amüsanten Filmausschnitten das kirchliche und gesellige Leben in der Pfarrei wider. Das Blechbläserensemble der Pfarrei unter Leitung von Stefan Karl glänzte in der Versammlung mit kirchlichen und weltlichen Melodien.
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