Nur noch ein Storch auf Horst am Kommunbrauhaus
Tödlicher Stromstoß

Der Eslarner Storch geriet beim Landeanflug vermutlich in einen Stromleitung und stürzte ab. Bild: gz
Lokales
Eslarn
27.05.2015
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Die Pfingstfeiertage brachten einem Weißstorch in Eslarn kein Glück. Der geschützte Adebar fand ein tragisches Ende und lag am Sonntag tot im Garten der Familie Kleber im Fasanenweg. Da keine äußeren Verletzungen, bis auf Blut am Schnabel, festzustellen waren, kann über die Ursache nur spekuliert werden.

Absturz beim Landeanflug

Eine vorbeiführende Mittelspannungs-Freileitung könnte den Absturz des Vogels beim Landeanflug verursacht haben. Da das Tier durch den Stromschlag vermutlich nicht gleich getötet wurde, stürzte es nach rund zehn Metern in den Garten und blieb nach dem Aufprall tot liegen. Die Strommasten sind immer noch die häufigsten Todesursachen für Weißstörche. Da auf dem Storchenhorst am Kommunbrauhaus nur noch ein Storch zu sehen ist, könnte es sich um einen der Eslarner Störche handeln.

Für Anwohner und Vogelfreunde gibt es nur eine Lösung: Die gefährlichen Spannungsmasten und oberirdische Stromversorgung müssten beseitigt und der Strom in die Erde verlegt werden. Ein erster Schritt war das von der Bundesregierung 2002 verabschiedete neue Bundesnaturschutzgesetz, das die Absicherung aller gefährlichen Mittelspannungsmasten gegen Stromschlag forderte.

Nach dem Unglück müssen die Eslarner mit dem Storchen-Witwer seit vielen Jahren erstmals ohne Jungvögel auskommen. Storchenbeauftragter Hans Zierer vom Vogelschutzverein meldete den tragischen Vorfall unter anderem der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Neustadt und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV).
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