Partnerschaft fest verankert

Die Partner aus Belá und Eslarn stießen mit Getränken auf weitere Jahre der Freundschaft an. Die "Zoiglblosn" sorgte für musikalische Kurzweil. Bilder: gz (2)
Lokales
Eslarn
21.10.2015
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Die beiden Bürgermeister, Libor Picka (rechts) und Reiner Gäbl, tauschten Erinnerungsurkunden und -tafeln aus.

Seit 25 Jahren pflegen Eslarn und Belá nad Radbuzou eine Gemeindepartnerschaft. Daran werden künftig auch Autofahrer, die beide Orte ansteuern, erinnert.

Das Partnerschaftsjubiläum feierten die zwei Kommunen am ehemaligen Grenzkontrollpunkt und im Hotel "Praha" im tschechischen Zelezna. Die beiden Bürgermeister, Libor Picka aus Belá und Reiner Gäbl aus Eslarn, festigten die kommunale Freundschaft mit der Unterzeichnung von Erinnerungsurkunden.

Treffen an der Grenze

Die jeweils rund 30-köpfigen Delegationen trafen sich zu einem Sektempfang am damaligen Grenzübergang im tschechischen Zelezna. Der Fremdenverkehrsverein Eslarn feierte gleichsam das 25-jährige Zusammensein mit dem Touristikclub Bela (Bericht folgt). Mit anwesend waren Vertreter der Schulen mit Rektorin Bianca Ederer von der Grundschule in Eslarn, Rektor Josef Rauch mit Vertreterin Ulrike Uhlemann von der Grundschule Moosbach und Lehrerin Kamila Cislerova von der Zakladni Skola in Bela.

Die beiden Bürgermeister erinnerten kurz an gemeinsame Unternehmungen. Im Anschluss machten sich die Abordnungen mit Bussen in Richtung Eslarn und nach Belá zu einer Informationsfahrt auf dem Weg. Die Eslarner erfuhren von der zweiten Bürgermeisterin Kamila Cislerova einiges über die Geschichte der tschechischen Partnerstadt. Ein steinernes Juwel mit acht Bögen und sechs Pfeilern ist die Steinbrücke aus dem Jahr 1723. Erst nach dem Bau der Umgehung mit europäischen Mitteln blieben das Denkmal und die sechs Heiligen vom Durchgangsverkehr verschont.

In Eslarn bekamen die tschechischen Freunde Einblicke ins Rathaus, in die Bierkultur im "Biererlebnis Kommunbrauhaus" und in so manche Parkanlagen. Nach rund zwei Stunden trafen sich alle zum Austausch der Erinnerungsurkunden im Hotel "Praha" in Zelezna. "Das Kind wurde vor 25 Jahren geboren, ist jetzt erwachsen, und hat in der Gesellschaft einen festen Platz gefunden", umschrieb Picka die Partnerschaft. In den 25 vergangenen Jahren hätten beide Kommunen viel gesehen, die Kulturen und Geschichten der anderen kennen und die Menschen schätzen gelernt.

Das vergangene Vierteljahrhundert bezeichnete Gäbl als langen Zeitraum, jedoch im Vergleich zur Geschichte beider Kommunen wiederum verhältnismäßig kurz. "Die jungen Leute kennen keine wirklichen Grenzen mit Zaun oder Mauer, sondern leben seit ihrer Geburt in einem freiem Europa und das ist gut so", sagte der Eslarner. In dem Jubiläum sah Gäbl ein Zeichen für ein friedliches Europa ohne Grenzen.

Im Anschluss besiegelten die beiden Bürgermeister mit ihren Unterschriften auf den Erinnerungsurkunden den vor 25 Jahren geschlossenen Freundschaftspakt aufs Neue. Neben den Ortsschildern werden künftig Hinweistafeln auf die bilaterale Partnerschaft hinweisen. Mit praktischen Handtüchern mit dem Aufdruck der deutschen und bayerischen Fahnen und den Namen der Partnergemeinden überraschte Picka.

Im Anschluss mündete der Festakt im gemütlichen Beisammensein. Für Musik sorgte die Zoiglblosn aus Eslarn. "Wir haben deutsche und tschechische Biersorten im Angebot, so dass jeder auf seinen Geschmack kommt", fügte Picka an.
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