Partnerschaft gedeiht prächtig

Anlässlich des EU-Beitritts der Tschechischen Republik pflanzten die Bürgermeister Reiner Gäbl und Libor Picka 2004 am Marktplatz in Bela an der Kirche zwei Kirschbäume, die auf die freundschaftlichen Gemeinsamkeiten hinweisen sollen. Archivbild: gz
Lokales
Eslarn
10.10.2015
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Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs pflegen bayerische und tschechische Kommunen grenzüberschreitende, freundschaftliche Beziehungen. Belá nad Radbuzou (Weißensulz) und Eslarn gründeten am 19. August 1990 eine kommunale Partnerschaft und feiern das Jubiläum am Samstag, 17. Oktober.

Ein Bus fährt um 11.45 Uhr am Rathaus nach Zelezna ab, wo um 12 Uhr mit der Begrüßung die Partnerschaftsfeier eröffnet wird. Von 12.30 bis 14 Uhr folgt eine Besichtigungsrundfahrt in Bela und Eslarn. Gegen 15 Uhr ist ein gemütliches Beisammensein mit Musik und Köstlichkeiten vorgesehen.

Feste Kontakte

Vor 25 Jahren besiegelten die damaligen Bürgermeister Ludovik Kopcek (Weißensulz) und Karl Roth (Eslarn) das Gemeindebündnis am Grenzverlauf bei den Ortsteilen Tillyschanz und Zelezna. Die Kontakte werden bis heute durch die gegenseitige Teilnahme an Festlichkeiten durch die Bürgermeister Libor Picka aus Bela und Reiner Gäbl aus Eslarn, durch die Kirchen, Vereine und Bürger gefestigt. Die erste geschichtliche Erwähnung beider Orte folgte um das 12. Jahrhundert. Eslarn wurde 1240 urkundlich erwähnt, Alt-Weißensulz entstand um 1121 aus einer Chodensiedlung an der Landesgrenze. Eslarn hat aktuell rund 2700 und Weißensulz etwa 1800 Einwohner.

Erst mit dem Abbau des Eisernen Vorhangs ab dem 2. Mai 1989 normalisierte sich das Verhältnis. Aber nicht nur die Kommunen, auch die beiden Fremdenverkehrsvereine sowie die Schulen sprachen sich für ein Miteinander aus. Die Motoren des am 7. Juli 1990 geschlossenen Freundschaftspakts der Fremdenverkehrsvereine waren in Eslarn der damalige Bürgermeister Roth und die Führungsriege um Gründervorsitzenden Hans Bauer. Pionierarbeit leisteten auf tschechischer Seite vor allem der ehemalige Bürgermeister Kopcek, Touristik-Vorsitzende Dagmar Vejskalova, zweite Bürgermeisterin und Lehrerin Kamila Cislerova.

Kirschbäume als Symbole

Als Ideengeber des grenzüberschreitenden Schulkonzepts gelten Konrektor Josef Rauch, der tschechische Schuldirektor Miroslav Novy, Bürgermeister Roth, Lehrerin Cislerova und Lehrerin Anna Ulmanova. Anlässlich des EU-Beitritts Tschechiens am 1. Mai 2004 pflanzten Picka und Gäbl am Marktplatz in Bela an der Kirche zwei Kirschbäume, die symbolisch für die beiden Kommunen wachsen und auf die freundschaftlichen Gemeinsamkeiten hinweisen sollen.

Einer der vielen Höhepunkte in der deutsch-tschechischen Geschichte war 1996 die Gelöbnisfeier mit 500 tschechischen Soldaten vom 33. Ausbildungsregiment Stríbro (Mies) und der 120 deutschen Rekruten vom Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach.
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