Patenschaften und Heimatvereine am Samstag im Fokus
Geburtshelfer der Heimatfeste

Lokales
Eslarn
01.08.2015
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Am 27. Juli 1889 trafen sich mit Michael Kraus junior, Karl Voit, Wolfgang Hölzl und Josef Egerer zufällig vier Eslarner am Obstmarkt in Nürnberg, um einen gemütlichen Abend zu verbringen. Aus diesem zwanglosen Treffen wurde die "Eslarner Eintracht in Nürnberg" geboren, der als erster auswärtige Eslarner Verein in die Geschichte einging. 1952 wurde die "Eslarner Eintracht" in "Heimatverein Eslarn und Umgebung in Nürnberg" umbenannt.

Am 26. November 1896 wurde der Verein "Gesellschaft die Eslarner in München" gegründet, der später in "Die Eslarner in München" umbenannt wurde. Die Gründungen der Heimatvereine und die Heimatbesuche waren 1899 die Geburtsstunde der heute zur Tradition gewordenen Heimatfeste.

Gepflegte Verbindung

Beim Heimatfest am Samstag, 1. August, rücken die Heimatvereine und Patenschaften mit der Bundeswehr und der tschechischen Nachbargemeinde in den Mittelpunkt. Eslarn und Bela nad Radbuzou erinnern zudem an die Partnerschaft vom 19. September 1997 an der Grenze zwischen dem Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach und dem 22. Ausbildungsbataillon aus Stríbro (Mies). Die sogenannte "politische Patenschaft" mit einer Kompanie der Bundeswehr in Oberviechtach entstand aus einer 1976 zwischen dem Krieger- und Soldatenverein (KSV) und der damaligen 5. Bundeswehrkompanie in Oberviechtach geschlossenen Pakt. Seither pflegen der KSV und die Reservistenkameradschaft (RK), die ebenfalls 1976 aus der Taufe gehoben wurde, die Verbindung.

Herzliches Miteinander

Am 2. Juni 1985 folgte die Gründung einer Patenschaft zwischen Kompanie und Gemeinde. Bedingt durch Reformen der Bundeswehr in Oberviechtach kam es zu einem Wechsel und die Patenschaft übernahm die 1. Kompanie. Wie kaum eine andere Patenschaft ist dieser Freundschaftspakt nach gegenseitiger Überzeugung und einhelligen Aussagen stetig gewachsen und wird geprägt von einem herzlichen Miteinander, mit gegenseitigem Respekt und einer beispielhaften Unterstützung.

Seit 19. August 1990 besteht zwischen Bela nad Radbuzou und Eslarn eine grenzüberschreitende Patenschaft. Der Fall des Eisernen Vorhangs und die Öffnung des Grenzübergangs bei Tillyschanz ermöglichten die Beziehungen, die bis heute fortgeführt werden. Ebenfalls seit 1990 besteht zwischen den Schulen in Eslarn und Bela eine internationale Schulpatenschaft.

Motoren und Ideengeber des Schulkonzepts sind der damals in Eslarn tätige Konrektor Josef Rauch aus Moosbach und in Tschechien der dortige Schuldirektor Miroslav Novy, zweite Bürgermeisterin und Lehrerin Kamila Cislerova sowie Lehrerin Anna Ulmanova. Fortgesetzt wird die Verbindung durch die Lehrer in Eslarn, Moosbach und Bela.
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