Rathauschef Gäbl: Europa versagt bei Flüchtlingsfrage
Erinnern, Innehalten und Gedenken

Bürgermeister Reiner Gäbl und Hauptmann Raffeal Pielker legten Kränze am Kriegerdenkmal nieder. Die Gedenkfeier wurde vom "Eslarner Bläser-Ensemble" umrahmt. Bild: bey
Lokales
Eslarn
16.11.2015
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"Neigt sich die längste friedliche Periode in Mitteleuropa ihrem Ende entgegen?" Diese Frage stellte Bürgermeister Reiner Gäbl bei seiner Ansprache vor dem Kriegerdenkmal anlässlich des Volkstrauertags. Zumindest könnten solche Gedanken in den Sinn kommen, wenn beim ersten ernsthaften Problem in Europa, nämlich bei der Lösung der Flüchtlingsfrage, alle Verantwortlichen gnadenlos versagen.

Gerade deshalb sei die Gedenkfeier der richtige Zeitpunkt, sich daran zu erinnern, wie schrecklich Kriege sind, sagte Eslarns Marktoberhaupt. Und das untermauerte Gäbl mit nachdenklichen Zahlen: 55 Millionen Menschen haben im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren.

Hauptmann Raffael Pielker von der 1. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122 in Oberviechtach, mit dem der Markt Eslarn schon lange eine Patenschaft pflegt, rief markante Ereignisse in Erinnerung. So habe vor 100 Jahren der erste Gaseinsatz stattgefunden, vor 70 Jahren sei das Konzentrationslager Auschwitz befreit worden und das Nazi-Deutschland habe kapituliert.

Erinnern, Innehalten und Gedenken sei für jeden wichtig, weil die Ursachen für Kriege längst nicht verschwunden sind, sagte Pielker. Die Bundeswehr stehe zu einem friedlichen Deutschland, das mit den Nachbarn auf einer Ebene zusammenarbeite. Der Hauptmann bat die Vertreter der Vereine und auch die anwesende Bevölkerung, in das Gedenken an die bei Auslandseinsätzen gefallenen Soldaten auch die Opfer der Terroranschläge von Paris mit einzubeziehen.
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