Rauch quillt aus Pflegeheim

Fünf Feuerwehren arbeiteten gut zusammen. Die Verantwortlichen hatten sich einen genauen Übungsplan ausgedacht. Die Rettungskräfte mussten fünf vermisste Personen aus dem Pflegeheim bergen. Bilder: bey
Lokales
Eslarn
16.11.2015
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Samstag, 15 Uhr: In Eslarn und in den benachbarten Orten heulen die Feuerwehrsirenen auf. Die Rauchmelder im Wohn- und Pflegeheim "K & S Lebenswelten" haben angeschlagen.

Fünf Minuten nach dem Alarm treffen die ersten Fahrzeuge am Einsatzort ein. Auch wenn sich herausstellt, dass es sich um eine Übung handelt, verrichten die Rettungskräfte ihre Arbeit mit großer Professionalität. Laut Einsatzplaner Jürgen Merold war die Übung "geheim, zumindest aber nicht an die große Glocke gehängt worden".

Neben den Eslarnern sind auch die Kollegen aus Waidhaus, Schönsee, Pfrentsch und Burkhardsrieth sowie das BRK Vohenstrauß dabei. Die Einsatzleitung haben Kreisbrandmeister Thomas Kleber sowie die Eslarner Kommandanten Josef Kleber und Merold. Die Schläuche der Wehren bleiben bei der Übung aber weitestgehend eingerollt. Vielmehr sind die Atemschutzträger gefragt. An diesem Samstag zeigt sich auch der Vorteil des digitalen Sprechfunks, der sich laut Merold bestens bewährt.

Entsprechend dem Übungsplan bilden die Wehren Abschnitte, so dass die vier Eslarner, zwei Pfrentscher und vier Waidhauser Atemschutzträger bestimmte Einsatzräume in dem Gebäude haben. Fünf Freiwillige haben sich dort versteckt und simulieren die Vermissten. Bereits um 15.17 Uhr entdecken die Rettungskräfte die erste Person. In Minutenabständen finden die Helfer die weiteren Personen. Über die Drehleiter der Feuerwehr Schönsee wird ein Verletzter aus dem zweiten Stock gerettet.

Um die Übung gewaltig zu erschweren, haben die Verantwortlichen im Erdgeschoss der Pflegeeinrichtung eine Rauchmaschine aufgestellt. Im Foyer ist die Hand vor den Augen nicht mehr zu sehen, geschweige denn die Treppe, die in die oberen Geschosse führt. Auf einmal wird auch noch ein Atemschutzträger vermisst, den die Kollegen aber ebenfalls retten.

Merold nennt die Übung beim abschließenden Gespräch "nicht alltäglich, aber dennoch gut gelungen". Kleber ist besonders mit der schnellen Ankunft der Wehren am Einsatzort zufrieden. Er räumt aber ein, dass bei einem realen Einsatz durchaus eine Minute gegenüber der jetzigen Anfahrtszeit zugerechnet werden muss. Auch sind vielleicht nicht immer so viele Feuerwehrleute einsatzbereit, wie an diesem Übungstag. Und Marion Klug, Pflegeheimleitung, nennt die Übung "wertvoll" für das Haus. Sie lobt die Rettungskräfte und lädt zum Abschluss zu einer Brotzeit ein.

Bilder: Walter Beyerlein
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