Reichtümer entdecken

Bürgermeister Reiner Gäbl (rechts) führte die Gruppe aus Tschechien durch das Eslarner Projekt Biererlebnis Kommunbrauhaus. Bild: gz
Lokales
Eslarn
26.10.2015
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Lokale Aktionsgruppen in Tschechien setzen sich, ähnlich wie im Landkreis Neustadt, für die Entwicklung ihrer Region ein. Nun besuchte eine Delegation aus dem Nachbarland erstmals das Eslarner Biererlebnis Kommunbrauhaus.

Bürgermeister Reiner Gäbl und Dolmetscherin Monika Suchnova begrüßten die Abordnung um Vorsitzenden Bürgermeister Jan Soulek aus Bezdružice (Weseritz) und Direktorin Edita Sajtosova. Die Aktionsgruppe zeigte Interesse am Brauhausprojekt und steckte die Aufgabenfelder und Vorhaben für die bevorstehende Förderperiode ab. Die Entwicklung der ländlichen Regionen in Europa wird in der Europäischen Union seit 1991 mit dem Leader-Programm gefördert.

In den Folgejahren vereinten sich in der bayerischen Grenzregion und ab 2004 in der Tschechischen Republik verschiedene Organisationen zu "Lokalen Aktionsgruppen" (LAG). Dies sind Zusammenschlüsse von Gemeinden, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen, die sich für die Entwicklung der ländlichen Region und ihrer Heimat einsetzen. In der tschechischen Initiative haben sich wie in der LAG "Forum Neustadt Plus", in der Eslarn seit 2015 Mitglied ist, mehrere Kommunen aus dem Bezirk Pilsen vereint.

Soulek stellte die Aktionsgruppe vor. Sie zielt auf eine nachhaltige Regionalentwicklung durch Förderung des Lebens- und Wirtschaftsraums, des Fremdenverkehrs sowie der kulturellen und geschichtlichen Werte. Damit wollen die Kommunen ihre verborgenen Reichtümer entdecken, öffentlich machen und für die Zukunft sichern. "Jede Gemeinde kann sich mit bedeutenden Denkmälern, abwechslungsreichen Landschaften und manch vergessenen Schätzen rühmen", ist sich die Delegation sicher. Ein Beispiel sahen die Gäste im Eslarner Biererlebnis Kommunbrauhaus, das Gäbl bei einem Rundgang vorstellte.

Bei der Tagung im Kommunbrauhaus suchten die Teilnehmer weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und Vernetzung. Bürger, Unternehmer, Vereine, Organisationen und Gemeinde sollen an der Entwicklung ihrer Heimat aktiv mitwirken. In einer Konferenz am Donnerstag, 5. November, werden zielgerichtete Projekt besprochen.
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