Seit 45 Jahren Priester

In den 45 Priesterjahren hat Pfarrer Herbert Zimmermann mit den Gläubigen über 11 000 Messen gefeiert. Bild: gz
Lokales
Eslarn
08.10.2015
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Ruhestandspfarrer Herbert Zimmermann feierte fernab der Heimat Eslarn sein 45-jähriges Priesterjubiläum. Dennoch hält er viele Verbindungen in die Oberpfalz.

Der dienstälteste Eslarner Priester ist 73 Jahre und genießt in der Pfarrgemeinschaft Riedering, Söllhuben und Hirnsberg bei Rosenheim den Ruhestand. Er unterstützt als Ruhestandsgeistlicher den Pfarrverband, und ist bei besonderen kirchlichen und weltlichen Festtagen stets in seiner Oberpfälzer Heimat anzutreffen.

Im ehemaligen "Otto-Boder-Haus" (Infokasten) an der Böhmer Straße 5 (ehemals Hausnummer 65) stand am 9. Oktober 1942 die Wiege von Zimmermann, der in Eslarn die Volksschule besuchte. Er erinnert sich besonders ans erste Nachkriegs-Heimatfest 1950, an den mit Girlanden verzierten Bocklzug, an den musikalischen Empfang vieler Eslarner am Bahnhof und den mit Ritter Stöckl geschmückten Festwagen.

Als 20-Jähriger machte er in Ingolstadt sein Abitur und studierte Philosophie und Theologie. Nach der Priesterweihe befasste sich Zimmermann ab 1970 am Institut in München im Fach Katechetik mit den pädagogischen Diensten der Kirche und im Fach Homiletik mit der Predigtlehre. Die erste Kaplanstelle trat der Eslarner 1971 in München an und übernahm in der Großstadt später bis 1981 auch eine Pfarrei.

Ruhestand im Chiemgau

Anschließend führte ihn der Weg als Pfarrer nach Icking, wo er 1981 zum Diözesanpräses der Katholischen Frauengemeinschaft ernannt wurde. Den seelsorglichen Einsatz würdigte die Gemeinschaft 1984 mit der Berufung zum stellvertretenden Generalpräses für Deutschland. Das Amt führte der Geistliche bis 2000 aus. 2001 wurde er im Dekanat Wolfratshausen zum Dekan und 2005 durch Friedrich Kardinal Wetter zum Geistlichen Rat ernannt.

Nach 33 Jahren in Icking wurde Pfarrer Zimmermann mit Wehmut, einem Hirtenstab und einem Rucksack gefüllt mit Sonnenblumen, Brot und Wasser in den Ruhestand nach Söllhuben im Chiemgau verabschiedet. Seit 2012 genießt er dort das Rentendasein und unterstützt als Ruhestandsgeistlicher die Pfarrei

Seine Heimatverbundenheit dokumentiert der Geistliche mit steten Besuchen in Eslarn. Die Festreden und die tiefsinnigen Festpredigten in den vergangenen Jahren bleiben den Kirchenbesuchern in Erinnerung. "Der Zahn der Zeit nagt an jedem, aber die Kraft im Weinberg des Herrn belebt stets aufs Neue", lautet die Lebensphilosophie des Pfarrers. Er blickt auf die vielen vergangenen Jahre, an den Verkauf und Abriss seines Elternhauses, und auf 45 Jahre Priesterdasein zurück und dankte allen für die Unterstützung und Freundschaft.
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