Sigrid Kleber strampelt 490 Kilometer zum Heimatfest
Radeln zu den Wurzeln

Sigrid Kleber fuhr mit ihrem Rad von St. Gallen nach Eslarn zum Heimatfest. Bild: gz
Lokales
Eslarn
08.08.2015
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Sigrid Kleber hat sich mit dem Fahrrad von St. Gallen in der Schweiz auf dem Weg nach Eslarn gemacht, um beim Heimatfest mitzufeiern. "Als Eslarnerin ist die Anwesenheit bei dieser Veranstaltung eine Verpflichtung", stellt die Krankenschwester fest.

Ihren Beruf lernte sie bei den Barmherzigen Brüdern in Regensburg. 2007 kam sie für ein Jahr nach Zürich in die Schweiz. Seit 2008 ist Kleber als Anästhesieschwester in St. Gallen tätig. Mit dem Auto hätte sie rund vier Stunden nach Eslarn gebraucht. Aber die 490 Kilometer auf einem Rad zurückzulegen, sei schon etwas für durchtrainierte Sportler.

Verschnaufpause

Der Radmarathon startete in ihrer Wahlheimat St. Gallen und führte über Lindau am Bodensee vorbei an Kempten auf dem Donauradweg nach Ingolstadt bis zum Kloster Weltenburg, wo sich Kleber auf einem Schiff eine Verschnaufpause gönnte und nach Regensburg schipperte. Wieder an Land ging es durch die Oberpfälzer Hügellandschaft hinauf und hinab bis nach Nittenau und weiter nach Oberviechtach bis zum Ziel in Eslarn.

"Ich habe täglich bis zu 140 Kilometer zurückgelegt und war insgesamt 27 Stunden mit rund 10 Kilogramm Gepäck auf dem Rad unterwegs", blickt die Sportlerin zurück. Die Strapazen auf der Strecke hätten sich wegen der Landschaft und der Sehenswürdigkeiten gelohnt.

Mit Bergwandern, Laufen und der Teilnahme an Halbmarathonläufen hält sich die Krankenschwester fit. Mit der Teilnahme am Marathon in Hamburg oder Berlin verfolgt die Eslarnerin ein ehrgeiziges Ziel. Als begeisterte Rennradfahrerin ist sie Mitglied im VCC Concordia Pirk, mit dem sie am Trainingslager in Mallorca teilnahm. Laut VCC-Vorsitzendem Alexander Radlbeck war es das größte Trainingslager eines Radsportvereins der nördlichen Oberpfalz. Die berüchtigte Wendelsteinrundfahrt bereitet der Radlerin keine Probleme. Bei jeder Tour und so auch bei der Fahrt von der Wahlheimat zu den Wurzeln nach Eslarn kommt bei der Überquerung der Ziellinie am Ortsschild immer wieder Begeisterung auf. "Es ist unbeschreiblich und ohne jeden Zweifel all die vorangegangenen Qualen wert."
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