Spatenstich für Kreuz aus Naturstein - Pfarrer dankt Bruno Lang für dessen Einsatz
Marterl vor dem Pfarrheim

Nur mit Hilfe eines Radladers konnte der Bautrupp mit Albert Zierer, Anton Hochwart, Karl Frischholz und Besnik Zeqiri den schweren Granitstein zum künftigen Standort befördern. Mit dabei waren Pfarrer Erwin Bauer und mit dem neuen handgearbeiteten Kreuz Bruno Lang (links). Bild: gz
Lokales
Eslarn
20.07.2015
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Ein außergewöhnliches Marterl mit einem handgearbeiteten Eisenkreuz wird künftig den Eingangsbereich am Pfarrheim bereichern. Am Freitagnachmittag erfolgte direkt am Pfarrheimeingang bei schwülheißen 35 Grad der Spatenstich.

Die Idee zu einem Kreuz vor dem Pfarrheim reifte vor Monaten bei einem 80. Geburtstag, an dem Pfarrer Erwin Bauer und Bruno Lang als Gratulanten zusammen trafen. Das im Auto mitgeführte Eisenkreuz, das mit Rosen und Blättern aus verzinktem Blech verziert ist, faszinierte den Pfarrer so sehr, dass er um ein baugleiches Kreuz für einen besonderen Platz bat. Das herrliche Kreuz hatte Bruno Lang in tagelanger Handarbeit für sein Eigenheim angefertigt.

Während sich der pensionierte Bauschlosser nach der Zusage unverzüglich ans Werk machte, suchte Pfarrer Bauer mit den Kirchengremien für das Unikat nach einem geeigneten Platz und fand in der Außenanlage am Pfarrheim direkt neben dem Eingang ein passendes Plätzchen. "Für das schöne Kreuz brauchen wir auch einen Naturstein" so Pfarrer Bauers im Gespräch mit dem versierten Steinmetz Karl Frischholz vom "Schellenbach-Lokal".

Mit einem Lastwagen machte sich der Gastwirt zum Steinbruch nach Böhmischbruck auf den Weg und hielt einen stattlichen 300 Kilogramm schweren Granitstein für ideal. Am Freitagnachmittag war es dann soweit und es rückten zahlreiche Helfer zum Ausgraben eines Fundaments und zum Setzen des rund sechs Zentner schweren Steines an. Der ehrenamtliche Bautrupp setzte sich aus Kirchenpfleger Anton Hochwart, Kirchenrat Albert Zierer, Steinmetz Karl Frischholz und Asylbewerber Besnik Zeqiri, der ebenfalls unbedingt mithelfen wollte, zusammen. Anwesend waren zudem Bauherr Pfarrer Erwin Bauer und mit dem handgearbeiteten Kreuz Bruno Lang, der sich die ersten Gedanken um die Befestigung auf dem Stein machte. Mit Hilfe des Gemeinde-Radladers wurde der schwere Koloss zum ausgewählten Standort befördert, wo das "kleine Matterhorn von Eslarn" mit Beton in einer kleinen Grube stabilisiert wurde.

Einen Dank für die Unterstützung richtete der geistliche Bauherr an die Gemeinde für den Radlader, an alle Helfer und besonders an den Bauschlosser Bruno Lang. Das Kreuz wird zu einem späteren Zeitpunkt auf den Stein aufgesetzt und das Gesamtwerk am 15. August zum Patrozinium eingeweiht.
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