Sprechstunde und Sprachkurs für Asylbewerber geplant - Unterstützung gesucht
Zu viel Bürokratie

Lokales
Eslarn
16.10.2014
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Die Erfahrungen mit Asylbewerbern zeigen, dass es gerade in Eslarn für die Menschen schwierig ist, die Bürokratie zu bewältigen. Die Verkehrswege nach Neustadt, Zirndorf oder Weiden sind auch wegen der Sprachprobleme nicht einfach. Immerhin: Es soll künftig eine regelmäßige Sprechstunde und einen Sprachkurs geben. Es wird aber auch noch Unterstützung gesucht.

Das Landratsamt hat mit zwei Quartiergebern Verträge für 27 Asylbewerber geschlossen. Weitere Objekte stehen derzeit auf dem Prüfstand. Das Ehepaar Dr. Josef und Gertraud Nickl sowie Anita Weichselmann sind sich seit Eintreffen der ersten Flüchtlinge vorbildliche Betreuer.

Nun hatte die Gemeinde zu einem Treffen eingeladen. Daran nahmen Pfarrer Erwin Bauer, AWO-Leiter Fritz Möstl mit einer Delegation, Kirchenpfleger Anton Hochwart, Pfarrgemeinderat und Familienkreis, Kindergarten- und Schulleitung, Vertreter der SPD- und der CSU-Fraktion im Marktgemeinderat, Gastwirt Karl Frischholz Bürgermeister Reiner Gäbl, Geschäftsleiter Georg Würfl sowie Fabian Dimper teil. Die Teilnehmer beauftragten Gäbl, wegen der bürokratischen Hürden ein Schreiben ans Landratsamt zu formulieren.

Regelmäßige Sprechstunde für Rat und Hilfe wichtig

Die Unterbringung der Buben und Mädchen in Kinderkrippe, Kindergarten und Grundschule war ebenso Thema wie die Betreuung der Jugendlichen und Erwachsenen während des Tages. Wichtig ist eine Anlaufstelle, bei der sich die Menschen Rat und Hilfe holen können. Hier stellt die Gemeinde einen Raum im Gästehaus in der Schulhausstraße zur Verfügung.

Künftig soll es jeden Mittwoch um 15 Uhr, beginnend ab 22. Oktober, eine Sprechstunde geben. Familie Nickl und Weichselmann stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie benötigen aber noch Unterstützung.

Ebenso besteht die Absicht, einen Sprachkurs einzurichten. Dringend gesucht werden gut erhaltene Bekleidung, Schuhe, Schultaschen, Schulsachen, Fahrräder (auch defekt), Spiele. Die Sachen können ab kommenden Mittwoch im Gästehaus abgegeben werden. Wer sich an der ehrenamtlichen Arbeit beteiligen möchte, kann sich an die Gemeinde- oder die Kirchenverwaltung wenden. Anfang November sollen weitere acht Asylbewerber nach Eslarn kommen.
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