Streifzug durch Geschichte der Burgherrn und Pfleger mit Moosbacher Laienspielgruppe
Steuereintreibern nichts heilig

Die Laiendarsteller aus Moosbach und zeigten unter anderem, dass Steuereintreiber nicht zimperlich waren. Bild: gz
Lokales
Eslarn
11.08.2015
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Die Laiendarsteller von "Gensbloud & Gschling" aus Moosbach unternahmen am Sonntagabend in ihrer Theateraufführung einen Streifzug durch die Geschichte der Burgherrn und Pfleger von Burgtreswitz, wo vor mehr als 500 Jahren der Sitz der Pfleger und Richter war. Anlässlich des Heimatfests wurden die Kurzgeschichten aus der Zeit des Mittelalters nach Eslarn verlegt.

"Wir sind kurzfristig für das im Programm angekündigte Theater eingesprungen und hatten zur Vorbereitung lediglich eine Woche", informierte Sprecherin Christina Fischer. Zu Beginn erinnerten die Schauspieler in einem Einakter an die frühere Tradition des Fensterlns und an die vergebliche Hoffnung, nicht erwischt zu werden. Aber auch das Goldwaschen und die aus angeblichen Wundern entstandene Wallfahrten waren Handlungen. Abgaben, Steuern und Pflasterzoll standen in weiteren Episoden im Mittelpunkt. "Eslarn ist seit dem 17. Jahrhundert berechtigt, Pflasterzoll zu erheben und tat diese beim Markttreiben", stellte Fischer fest. Eine Szene zeigte, dass den verarmten Bauern die letzten Ersparnisse abgenommen wurden.

Bei einer Verweigerung wurde der ein oder anderen auch mal schnell mit dem Strick abgeführt. Bei stärkeren Verfehlungen ließ der Pfleger von Trausnitz nach der Verurteilung sogar den Henker von Amberg herbeiholen, um das Urteil vollstrecken zu lassen. Nach der etwa einstündigen Vorführung gab es viel Beifall.
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