Viel Lärm um Sportplatz

Vom beplanten Areal (grün, schraffiert) sind nur rund zwei Dritte bebaubar. Der Rest des Bereichs (rot) fällt wegen des errechneten Lärmpegels aus der Planung heraus. Ein sechs Meter hoher Lärmschutzwall am südlichen Rand des roten Abschnitts ist kaum umsetzbar.
Lokales
Eslarn
08.10.2015
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Die zweite Änderung des Flächennutzungsplans zur Ausweisung des Wohngebiets westlich des Wiesenweges bleibt ein Problem. Dies wurde am Montag in der Marktratssitzung deutlich.

Der Plan zum Lärmschutzgutachten zeigte auf, dass auf einem knappen Drittel der angedachten Fläche für das geplante Wohngebiet der maßgebliche Lärmpegel von 50 Dezibel überschritten wird. Zugrunde gelegt wurde dabei die Zeit eines Sonntags von 13 bis 15 Uhr, in der auf dem angrenzenden Sportgelände Spielbetrieb herrscht.

Die Planer rechnen bei einem Spiel der ersten Mannschaft mit 200 Zuschauern, bei Duellen der zweiten mit 60 Fans. Doch es ist nicht der mögliche Torjubel, der als Maßstab für die Berechnung heranzogen wurde, sondern der Lärm, den die an- und abfahrenden Fahrzeuge verursachen.

Ergebnis des Gutachtens

Insgesamt sind rund 2200 Quadratmeter von den 7100 Quadratmetern des beplanten Bereichs nicht bebaubar. Josef Schieder vom Büro Zwick Ingenieure aus Weiden stellte dem Gremium das Ergebnis des Lärmschutzgutachtens vor. Er machte auch deutlich, dass ein Ausgleich mit dem Einbau von Lärmschutzfenstern nicht möglich sei. Zudem müsste eine Lärmschutzwand eine Höhe von sechs Metern haben.

Albin Meckl nannte das Gutachten "unglaublich", weil meist nur 60 Zuschauer am Spielfeldrand stehen. Bürgermeister Reiner Gäbl erwähnte, dass selbst die vorhandenen Gebäude wesentlich näher am Sportzentrum mit seinen Spielfeldern, den Nebenlagen und den Parkplätzen stehen. "Der Betrieb und der Bestand der Sportanlagen muss auf jedem Fall gewährleistet sein", betonte der Rathauschef. Aus diesem Grund würden sich zwei Möglichkeiten für die Änderung des Flächennutzungsplans. Das sei zum einen die Beibehaltung der gesamten ursprünglich geplanten Fläche mit entsprechendem Lärmschutz oder die Verkleinerung wie im Plan des Lärmgutachters dargestellt. Mit der Erstellung des Gutachtens sei eine Forderung des Landratsamts erfüllt worden, erklärte Gäbl.

In der Diskussion sprachen die Räte verschiedene Varianten zur künftigen Änderung des Flächennutzungsplanes an. Zweiter Bürgermeister Georg Zierer regte an, die gewünschte Ortsabrundung in der Nordhälfte des Grundstücks bis zur Höhe der bestehenden angrenzenden Bebauung zu führen. Das Gremium einigte sich einstimmig, das Gutachten samt den planerischen Vorstellungen dem Landratsamt vorzulegen. Gleichzeitig stimmt die Räte zu, an anderen Stellen nicht bebaubare Fläche aus dem Flächennutzungsplan herauszunehmen. Mit den Fachstellen der Behörde müssten dann die noch offenen Fragen abgeklärt werden.
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