Von Desinteresse keine Spur

Vorsitzender Albert Grießl (Dritter von rechts) und sein Stellvertreter Wilhelm Karl (vorne, Vierter von links) gratulierten Franz Sterr (Zweiter von links) zum BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse und Oberstabsfeldwebel Peter Klemm (Dritter von links) zur Verdienstspange in Bronze des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge Bereits 50 Jahre beim KSV vertreten ist Josef Klug (hinten, Zweiter von links) Bild: gz
Lokales
Eslarn
10.01.2015
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Vom fortschreitenden Schwund im Kreisverband des Bayerischen Soldatenbunds auf unter 1000 Mitglieder ist der Krieger- und Soldatenverein (KSV) in Eslarn nicht betroffen. In seinen Reihen befinden sich immerhin 201 Mitglieder.

Die Mitglieder sprachen sich in der Jahreshauptversammlung für eine Erhöhung des Beitrags von 8 auf 12 Euro aus. Franz Sterr wurde mit dem BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse, Oberstabsfeldwebel Peter Klemm mit der Verdienstspange in Bronze des Volksbunds Deutscher Kriegsgräberfürsorge ausgezeichnet.

Eine Abordnung hatte an Veranstaltungen der Patenkompanie in der Grenzlandkaserne Oberviechtach und Vereinsfesten teilgenommen. Die Zusammenarbeit mit der Patenkompanie bezeichnete Vorsitzender Albert Grießl als sehr gut. Der KSV war bei der Berufung von Oberst André Bodemann zum Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in Amberg und der Kommandoübergabe des Panzergrenadierbataillons 122 an Oberstleutnant Mario Andre Brux dabei. Ein Höhepunkt war die 100-Jahr-Feier des Kriegerdenkmal in Eslarn. In der spärlichen Teilnahme der Kreismitglieder an der Landesversammlung des Bayerischen Soldatenbundes (BSB) am 27. September in Auerbach sieht Grießl auch ein Zeichen für den fortschreitenden Mitgliederschwund. Im Kreisverband ist die Mitgliederzahl aktuell unter die 1000er-Marke gesunken. "Wenn man betrachtet, dass alleine im örtlichen KSV 201 Mitglieder vertreten sind, ist das schon beachtlich." Die Beitragserhöhung habe der Verband vor allem mit dem Rückgang der Mitglieder begründet.

"Es kommt nichts nach"

Einen Grund für den Abschwung sieht Grießl in der Aussetzung der Wehrpflicht. "Es kommt nichts mehr nach." Für den guten Mitgliederstand in Eslarn zeichnet vor allem zweiter Vorsitzender Wilhelm Karl verantwortlich. "Unser Wilhelm ist ständig auf der Suche nach neuen Mitgliedern." In dem Zusammenhang bemerkte Karl, dass er noch eine Reihe von Zusagen habe. Schriftführer Fabian Bauriedl sprach die Geburtstage, die erfolgreiche Kriegsgräbersammlung und den Volkstrauertag an. Eine positive Kasse wies Thomas Schmid trotz vieler Ausgaben nach. Kassenprüfer Günther Hummer bestätigte die gute Buchführung. Beisitzer Jürgen Niederdräing bemerkte, dass im Bus zur Landesversammlung viele Plätze leer geblieben seien. Verabschiedet wurde BSB-Präsident Generalmajor a. D. Jürgen Reichardt, neu gewählt BSB-Präsident Oberst a. D. Richard Drexl. Vom Mitgliedsbeitrag fließen insgesamt 4 Euro (vorher 3,70) an den BSB, 30 Cent an den Kreisverband, die restlichen 3,70 Euro bleiben in Eslarn. Eine Beitragserhöhung auf 12 Euro ging mit nur zwei Gegenstimmen durch. Die Grüße und den Dank der Gemeinde überbrachte zweiter Bürgermeister Georg Zierer. Die 100-Jahr-Feier am Kriegerdenkmal und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr bezeichnete Zierer beeindruckend. "Ich bin mir sicher, dass es beim KSV auch in den nächsten Jahrzehnten weiter gehen wird." Für die gute Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Oberviechtach dankte Oberstabsfeldwebel Klemm. Der Kompaniespieß übermittelte die Grüße von Hauptmann Michael Plener von der 1. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122.

Ehrungen

10 Jahre im KSV vertreten sind Michael Reindl, Matthias Hölzl. 25 Jahre ist Georg Kleber dabei. Ein besonderer Dank für 50-jährige Treue ging an Josef Klug und Hermann Peyerl. Für die unermüdliche Mitarbeit wurde Franz Sterr mit dem BSB-Verdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Für die Kriegsgräbersammlung dankte Sammelleiter Niederdräing besonders der Bundeswehr mit Peter Klemm. Der KSV stellte mit 1330,86 Euro wiederholt einen stolzen Betrag zur Verfügung. "Für besondere Verdienste darf ich im Namen des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge den Oberstabsfeldwebel Peter Klemm mit einer Ehrenurkunde und der Verdienstspange in Bronze auszeichnen." Grießl dankte Niederdräning. Matthias Karl stellte sich als Fahnenträger zur Verfügung, allerdings wochentags erst ab 17 Uhr, was nun ein Improvisieren notwendig macht.
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