Zünftiges Krautfest der Reservistenkameradschaft
Gut gehobelt und bestens eingelegt

Ehrenvorsitzender Siegfried Kleber, Kassier Hans Götz, Vorsitzender Waldemar Hansl und dessen Stellvertreter Günther Frank (von links) kümmerten sich um das Kraut. Bernhard Bauer mit der Quetschen und der Eslarner Norbert Reindl (Gitarre) sorgten beim Fest der Reservistenkameradschaft für die passende Stimmung. Bild: gz
Lokales
Eslarn
27.10.2015
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Das Einmachen von gehobelten Weißkraut in ein Tongefäß im Spätherbst gehörte früher vor allem bei den Landwirten zum Jahresritual. Der Brauch ist bei der Reservistenkameradschaft seit 26 Jahren ein fester Bestandteil des Jahresprogramms. Viele alte Geschichten erwachten beim Krautfest der RK im Gasthof "Böhmerwald" wieder zum Leben.

Die musikalische Begleitung übernahm das Duo Bauer/Reindl, das sich bei ihrem Erstauftritt gleich in die Herzen der Gäste spielte. Nach den Takten von Bernhard Bauer aus Gaisthal mit der Quetschen und dem Eslarner Norbert Reindl (Gitarre und der Tuba) folgte das Einlegen von gehobelten Weißkraut in ein großes Tonfass. Zuerst kamen die Krautköpfe zu Ehrenvorsitzendem Siegfried Kleber, der die handgerechten Stücke zum Hobeln an Kassier Hans Götz weiterreichte.

Für das Befüllen des Gefäßes mit gehobelten Kraut war zweiter Vorsitzender Günther Frank verantwortlich. Nach einem altem Hausrezept wurden die Schichten mit Wacholderbeeren, Steinsalz sowie Apfelscheiben veredelt und gewürzt. Vorsitzender Waldemar Hansl verdichtete das Kraut mit einem Holzstampfer, den der ehemalige Chef Rainer Bauriedl extra für das Fest hergestellt hatte.

Abschließend wurde das Kraut mit Blättern abgedeckt und mit einem Deckel sowie einem Stein beschwert. Schriftführer Franz Sterr sorgte mit der Wirtin in der Küche unter anderem für Schlachtschüssel. Gelegenheit zur Kostprobe gibt es für die Mitglieder noch vor Weihnachten.
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