Zwei Überraschungen

Ortsbetreuer Waldemar Hansl (rechts) ernannte seinen Vorgänger Josef Hoffmann zum Ehren-Ortsbetreuer. Beide danken dem Hobbymaler Hermann Fichtel für das Gemälde mit dem Heiligen. Bild: gz
Lokales
Eslarn
10.07.2015
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Beim Kapellenfest hatte der neue Ortsbetreuer Waldemar Hansl vom Heimatverein "Eisendorf und Umgebung" gleich zwei Überraschungen parat. Zum einen ernannte er seinen Vorgänger Josef Hoffmann zum Ehren-Ortsbetreuer. Zudem dankten die beiden Hermann Fichtel für ein Gemälde.

Im Anschluss an die Messe an der Goldbergkapelle würdigten die Besucher die Ernennung mit kräftigem Applaus. Ein bewegter Werdegang begleitet Hoffmann, der als Eisendorfer nach dem Krieg zwangsweise in Richtung Baden-Württemberg aussiedelte und 1964 als Schreinermeister in seiner Wahlheimat Niefern im nördlichen Schwarzwald einen Betrieb aufbaute.

Betroffen war Hoffmann, als er in den Folgejahren nur noch Teile seiner Heimat vom Eslarner Ortsteil Tillyschanz aus sehen konnte. "Die Soldaten der CSSR hatten die Pfarrkirche gesprengt, an der Stelle eine Kaserne errichtet, und zudem den halben Ort den Erdboden gleichgemacht", erinnert er sich.

Die ersten Kontakte zum Heimatkreis knüpfte der gebürtige Eisendorfer 1954 mit dem damaligen Heimatkreisbetreuer Emil Reimer. Bereits 1975 errichteten Landsleute aus den ehemaligen Kirchengemeinden Eisendorf am Goldberg nahe Eslarn eine Gedenkkapelle. Nach der Grenzöffnung 1989 unternahm Hoffmann mehrmals Fahrten nach Eslarn und gründete mit Gleichgesinnten im Café Karl den Heimatverein. Erster Ortsbetreuer war Toni Ziegler. 1991 übernahm Hoffmann das Amt. Nun trat er nach 24 Jahren zurück

Der neue Ortsbetreuer Hansl und sein Vorgänger präsentierten beim Kapellenfest ein Bild des Hobbymalers und Handwerkers Fichtel aus dem Ortsteil Kürn der Gemeinde Bernhardswald bei Regensburg. Eigentlich sollte das Gemälde mit dem Heiligen als Ersatz für das kaputte Bild an der Stirnseite der Kapelle dienen. Jedoch wurde dafür bereits ein neues Bild in Auftrag gegeben. Das Werk soll im Inneren des Kirchleins einen Ehrenplatz erhalten.
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