Eslarner Marktrat stimmt Umgestaltung zu
Tillyplatz rückt in die Mitte

Diplom-Ingenieur Martin Gebhardt (Zweiter von rechts) erläuterte den Markträten und Zuhörern den neuen Einmündungsbereich der Heubachgasse und der gegenüberliegenden Ludwig-Müller-Straße. Bild: bey
Politik
Eslarn
31.08.2016
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Die Umgestaltung des Tillyplatzes als künftige Ortsmitte nimmt konkrete Formen an. Der Marktrat entschied sich am Montag nach einer Ortsbesichtigung mit 10:5 Stimmen für das Konzept des Diplom-Ingenieurs Martin Gebhardt.

Verbunden sind damit auch eine leicht geänderte Trassenführung der Staatsstraße nach Schönsee und eine Neuausrichtung der Parkplätze. "Wir wollen eine neue Mitte haben", lautete das Fazit von Bürgermeister Reiner Gäbl.

Die Ortsbesichtigung war Teil der öffentlichen Marktratssitzung. Deshalb war es den Besuchern nicht unbedingt gestattet, einer Bürgerversammlung gleich ihre Meinungen dazu abzugeben. Gebhardt erläuterte zunächst die Schaffung der neuen Einmündungsbereiche der Heubachgasse und der Ludwig-Müller-Straße.

Mit provisorischen Linien zeichnete er die künftige Trassenführung der Staatsstraße auf, deren Breite bis zur Einmündung der Böhmer Straße auf 6,50 Meter verringert wird und in einem kleinen Abschnitt nur 6 Meter Breite aufweist. Die bisherigen Parkplätze, in Querrichtung zur Fahrbahn müssen laut dem Planer aufgrund von Forderungen des Staatlichen Bauamts in Längsparkplätze umgewandelt werden. Das Kriegerdenkmal wird etwa vier Meter verlegt, gleichzeitig auf vier Stufen gestellt und somit deutlich hervorgehoben.

Bereich ausdehnen


In der Sitzung, diesmal in der Grundschule, sicherte Gäbl zu, bei der nächsten Besprechung bei der Regierung der Oberpfalz zu versuchen, den Sanierungsbereich im Zuge des städtebaulichen Entwicklungskonzepts in die Schönseer Straße auszudehnen.

Gebhardt wiederholte nochmals die wichtigsten Planungsziele: Schaffung eines attraktiven, multifunktional nutzbaren Platzes, würdige Integration des Kriegerdenkmals, Schaffung einer Attraktivität für Geschäfte und Dienstleister einschließlich ausreichender Parkplätze sowie eine Verkehrsberuhigung im Ortsbereich.

Unterschied waren die Meinungen der Räte. Eduard Forster nannte die Umgestaltung der Einmündung der Heubachgasse positiv, die Versetzung des Kriegerdenkmals problemlos und sah Schwierigkeiten nur bei der Zahl der Parkplätze. "Wir wollen einen Platz, keine Parkplätze schaffen", erläuterte Gebhardt. Zweiter Bürgermeister Georg Zierer regte den Ausbau von vier oder fünf Parkplätzen in der Heubachgasse auf gemeindlichem Grund an.

Dritter Bürgermeister Josef Illing sprach sich für die Beibehaltung des Konzepts des Diplom-Ingenieurs aus. Albert Grieß sah ein Problem durch die Durchfahrtsgeschwindigkeit der Fahrzeuge. Und Karl Grießl befürchtete als Landwirt bei der verringerten Straßenbreite Probleme für landwirtschaftliche Fahrzeuge, besonders bei Gegenverkehr.

Gäbl schlug die Annahme des Konzepts vor, gleichzeitig die Anlegung von fünf Parkplätzen in der Heubachgasse zu berücksichtigen und zu versuchen, das Entwicklungsgebiet weiter auszudehnen. Dem stimmte der Marktrat mit 10:5 Stimmen zu.

Wir wollen einen Platz, keine Parkplätze schaffen.Diplom-Ingenieur Martin Gebhardt
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