Gemeinde Eslarn baut Grüngutanlieferstelle an der Kläranlage aus
Mülltourismus eindämmen

Das Grundstück im Vordergrund soll als Grüngutanlieferstelle befestigt werden. Gegen widerrechtliche Ablagerungen ist die Installation von Überwachungskameras geplant. Bild: bey
Politik
Eslarn
04.03.2016
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Die Grüngutanlieferstelle an der Kläranlage wird befestigt und ausgebaut. Der Eslarner Marktrat beschloss am Dienstagabend einstimmig, die Arbeiten mit einem Kostenaufwand von rund 14 500 Euro an zwei Firmen zu vergeben.

Vorgesehen ist eine großzügig bemessene Fläche von rund 320 Quadratmetern zu asphaltieren. Vor den Asphaltarbeiten muss der Untergrund entsprechend befestigt werden.

Überwachungskameras


Bürgermeister Reiner Gäbl möchte mit einer einzigen Grüngutsammelstelle eine Konzentration erreichen, auch um den Mülltourismus aus dem Landkreis Schwandorf besser überwachen zu können. Das Marktoberhaupt deutete an, dass die Kontrolle in Form von Kameras erfolgen solle. Das seit langem anhängige Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans östlich des Wiesenweges zur möglichen Wohnbebauung eines bisher als Campingplatz ausgewiesenen Bereichs wird nicht in diesem Sinn abgeschlossen werden können. Sicher ist, dass auf diesem Grundstück zu keiner Zeit mehr ein Campingplatz errichtet wird.

Nach Meinung der Regierung der Oberpfalz sollen dem jetzigen Nutzungszustand entsprechend landwirtschaftliche genutzte Flächen in diesem Bereich ausgewiesen werden. Dann muss laut Gäbl im Einzelfall entschieden werden, ob Bauvorhaben möglich sind. Die Kosten des Verfahrens zur Änderung des Flächennutzungsplans werden von den Antragstellern übernommen, so dass auf die Gemeinde keinerlei Aufwendungen zukommen. Einstimmig beschloss das Gremium, die betreffenden Flächen für eine landwirtschaftliche Nutzung auszuweisen.

In einem Antrag zur Bürgerversammlung hatte ein Eslarner nachgefragt, wer für den Rückschnitt von Anpflanzungen an den Flurbereinigungswegen zuständig ist und gleichzeitig kritisiert, dass wegen dieser fehlenden Arbeiten Schäden am Straßenbankett auftreten und auch der Asphalt beeinträchtigt wird. Der Bürgermeister teilte mit, dass die Mitarbeiter des Bauhofs die notwendigen Arbeiten erledigt haben.

Der gleiche Bürger entdeckte auch Schäden bei einem Schotterweg im Bereich Seeschmiedstraße und einem Feldweg bei der Heckermühle. Dazu erklärte Gäbl, dass am Stockweg ein Durchlass eingebaut wird, ein Spezialgerät den abgelagerten Humus abträgt, dafür Schotter einbaut und am Wiesenweg, einer Verbindung ohne straßenverkehrsrechtliche Widmung, Drainagen freigelegt werden. Der Ausbau der Ödstraße und der Geisbühlstraße soll ausgeschrieben werden. Dafür entschied sich der Gemeinderat einstimmig. Die Kosten belaufen sich laut Bürgermeister auf rund 272 160 Euro. Dafür hat die Kommune bisher einen Zuschuss von 45 Prozent erwartet, der sich aber eventuell auf 65 Prozent erhöhen könnte.

Breitbandausbau


Für den Breitbandausbau hat Eslarn Zuwendungen in Höhe von 586 000 Euro erhalten. Bis 2018 kann der Markt laut Rathauschef noch weitere 359 000 Euro Zuschüsse abrufen. Nachdem es jetzt für die weitere Planung des Internetausbaus auch Bundesmittel gibt, soll in einem Gespräch mit angrenzenden Gemeinden heute das weitere Vorgehen besprochen werden.
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