Leader-Mittel für Eslarn und Vorbach
Projekte mit guten Aussichten

Die Mitglieder des Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe Forum Neustadt Plus tagten im Eslarner Kommunbrauhaus und probierten auch die heimischen Spezialitäten. Bild: bey
Politik
Eslarn
20.03.2016
167
0

Zwei Gemeinden aus dem Landkreis Neustadt/WN freuen sich über Zuschüsse aus dem Leader-Programm. Dabei stehen ein Dorfladen und ein Aussichtsturm im Mittelpunkt

Der Markt Eslarn darf für sein Projekt "Grenzenloser Weitblick - Aussichtsturm und Wanderweg am Stückberg", die Gemeinde Vorbach bei ihrem Vorhaben "Errichtung eines Dorfladens - Einrichtung und Ausstattung" mit der finanziellen Unterstützung rechnen. In der Sitzung des Entscheidungsgremiums der Lokalen Aktionsgruppe Forum Neustadt Plus im Eslarner Kommunbrauhaus fanden beide Maßnahmen die Unterstützung. Für Eslarn bedeutet das einen Zuschuss von 154 052 Euro und für Vorbach von 32 980 Euro.

Geschäftsführerin Margit Frauenreuther stellte die bisher geförderten Einzelprojekte vor, für die insgesamt 403 000 Euro Leader-Mittel bereitgestellt wurden. Dieser Betrag erhöht sich um 42 500 Euro für beschlossene Kooperationsmaßnahmen.

Bürgermeister Reiner Gäbl informierte über das Projekt des Markts auf dem Stückberg. Dort sei der Aussichtsturm nicht mehr zeitgemäß, so dass mit einer anderen Dimension wieder für Attraktivität gesorgt werden soll. Mit 32 Metern sei der Turm der höchste Punkt im Landkreis, von dem aus bei bestem Wetter sogar die Alpen gesehen werden könnten.

Spezieller Wanderweg


Architekt Gottfried Blank gab weitere Erläuterungen zu dem Projekt, das in einem Naturwaldreservat zu finden ist, in einen Wanderweg mit eingebunden werden soll und das bei Fertigstellung mit einer besonderen Ausstattung zur Information aufwarten wird. Dann nämlich sollen Tiere eine Geschichte über sich selbst, aber auch über die Entstehung der Natur erzählen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 215 760 Euro.

Bürgermeister Werner Roder stellte den geplanten Dorfladen mit einer Grundfläche von 29 mal 9 Metern vor. Dafür habe sich die Mehrheit der Vorbacher ausgesprochen. Eine Machbarkeitsstudie habe ab dem dritten Jahr eine schwarze Null errechnet. Roder sah in dem Geschäft eine klare Sicherung der Lebensqualität im Ort, außerdem liege diese künftige Einkaufsmöglichkeit an der Hauptverbindung von Eschenbach nach Bayreuth, die täglich von rund 1500 Fahrzeugen befahren werde.

Der Dorfladen diene auch der Kommunikation, weil eine Brotzeit- und Caféstube vorgesehen sei. Außerdem würden vier Arbeitsplätze geschaffen. Der Laden werde als "Regiebetrieb der Gemeinde Vorbach" geführt, erklärte der Roder. Das Engagement der Kommune sei notwendig, weil für einen privaten Investor ein Einstieg nicht rentabel sei. Die Gesamtkosten betragen 750 000 Euro. Die Einrichtung kostet 82 451 Euro.

Landrat Andreas Meier nannte das Eslarner Projekt ein "tolles Konzept". Margit Kirzinger bezeichnete die Rechtsform des Vorbacher Dorfladens mit Einstieg der Kommune als "sehr gelungen", weil dort auch Direktvermarkter die Möglichkeit zum Anbieten ihrer Produkte hätten. Albert Nickl lobte den Einstieg der Gemeinde Vorbach in die Daseinsvorsorge. Dem Eslarner Vorhaben stimmte das Entscheidungsgremium einstimmig zu, beim Dorfladen Vorbach gab es eine Enthaltung. Jetzt können beide Kommunen ihre Anträge zur Förderung nach dem Leader-Programm offiziell einreichen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.