Marktrat Eslarn
Zoigl-Skulptur gefällt noch nicht

Bild: hfz
Politik
Eslarn
09.11.2016
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Eslarn will seinem Kommunbier ein Denkmal setzen. Der Entwurf eines sogenannten Pentaptychons war nun im Marktrat zu sehen.

"Es gefällt uns nicht": So beurteilte das Gremium in seiner Sitzung am Dienstagabend das Pentaptychon, das an die Geschichte des Zoigls erinnern soll. Deshalb soll der Künstler die Arbeit noch einmal überdenken, befand der Marktrat übereinstimmend. Vom Grundsatz aber besteht durchaus Einverständnis, mit einer Skulptur die Bedeutung des Kommunbiers sichtbar zu machen.

4,50 Meter hoch


Bürgermeister Reiner Gäbl stellte das Pentaptychon vor. Das Kunstwerk hat eine Höhe von 4,50 Meter, ein Sudkessel sowie nach oben gerichtete Hände als Symbol für die Handarbeit sind weitere Teile. Nicht klar zu erkennen, auch für die Besucher der Sitzung nicht, war die Darstellung eines "Tropfens". Wolfgang Voit konnte sich mit der Skulptur "nicht anfreunden". Auch den übrigen Räten missfiel diese Idee. Daran änderte auch die Finanzierung der Skulptur nichts, die den Markt abzüglich aller Förderungen rund 15 000 Euro kosten würde. Dieser Betrag könnte sich laut Gäbl noch verringern, weil sich möglicherweise der Landkreis Neustadt an den Kosten beteiligt.

Einstimmig genehmigte das Gremium die Nutzungsänderung des bestehenden Dart- und Kickerraumes zur Spielhalle. Für diesen Raum liegt bereits eine gaststättenrechtliche Erlaubnis vor, die aber ihre Gültigkeit verliert, wenn die Zahl der Spielautomaten von drei auf sechs erhöht wird. Dann erfüllt der Raum den Charakter einer Spielhalle und bedarf einer Baugenehmigung. Laut der Vorlage der Verwaltung hat der Raum keine Fensteröffnung, so dass auch keine Belästigungen für die Nachbarn auftreten können.

Ebenso einstimmig fiel das Votum für die Errichtung eines Pferdestalls und die Ausweisung einer zusätzlichen Weidefläche "Am Knöchel" aus. Die Verwaltung hatte im Vorfeld die Fachbehörden beteiligt, die keine Einwendungen gegen die Planung geltend machten. Das Einvernehmen wurde mit der Auflage erteilt, in der Freizeitanlage Atzmannsee keine Einschränkungen hinnehmen zu müssen. Eine Gefährdung des Wassers durch landwirtschaftliches Abwasser wird laut Bürgermeister durch Auflagen und bauliche Maßnahmen ausgeschlossen.

Die Kommune erhebt gegen den Entwurf zur 22. Änderung des Regionalplans Region Oberpfalz-Nord ("Windenergie") Einwendungen. Mit der einstimmigen Entscheidung spricht sich der Marktrat dafür aus, die bereits zur Herausnahme aus dem Naturpark "Nördlicher Oberpfälzer Wald" beantragten Flächen in der Staatswaldabteilung "Goldberg" weiterhin als Vorranggebiet für Windenergie zu berücksichtigen.

Begründung: In Landschaftsschutzgebieten, auch in Form von Schutzzonen in Naturparken, sei die Errichtung von Windrädern grundsätzlich möglich. Von der Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms ist der Markt nicht betroffen, sagte der Rathauschef. Angesprochen seien hier Räume mit besonderem Handlungsbedarf. Dennoch sei schwer nachzuvollziehen, weshalb Eslarn im LEP einem strukturschwachen Gebiet zugeordnet werde. Die Indikationen für die Einstufung seien nicht bekannt, könnten aber in jedem Fall bei möglichen finanziellen Förderungen zugute kommen.

Antrag an Regierung


Beim Jahresantrag an die Regierung der Oberpfalz zur Städtebauförderung 2017 macht die Gemeinde Gesamtaufwendungen in Höhe von 630 000 Euro geltend. Dieser Betrag gliedert sich auf in die Aufwendungen in Höhe von 30 000 Euro für die Anlagen Tillyplatz, Freiflächen mit Öffentlichkeitswerbung beim Altenheim, Tillyplatz/Heubachgasse Freiflächengestaltung und öffentliche Flächen mit 500 000 Euro und 100 000 Euro für einen möglichen Architektenwettbewerb entsprechend der Vergabevorschriften für Freiberufler.

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