Kegler, Schützen und TSV bauen vor 25 Jahren ihr Sportheim
Vereine packen kräftig mit an

Die Fertigstellung der Kellerdecke durch den TSV war gleichzeitig der Baubeginn für das Schützen- und Kegelprojekt. Bild: gz
Sport
Eslarn
21.07.2016
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Sportkegelclub "Eintracht", Schützengesellschaft "Hubertus" und der TSV feiern am Sonntag, 24. Juli, ab 14 Uhr das 25-jährige Bestehen des Sportzentrums. Die Planungen für die Einrichtung reichen bis ins Jahr 1979. Der Markt war zu der Zeit aufgrund fehlender Bezuschussung nicht in der Lage, die Bauträgerschaft für das Großprojekt zu übernehmen. Das Zentrum umfasste eine Kegelbahn, Schützenhalle, eine TSV-Gaststätte, sanitäre Anlagen und zwei Sportplätze. Allen Beteiligten war klar, dass die Kommune die Maßnahme nur verwirklichen könne, wenn die Vereine bereit sind, erhebliche Eigenleistungen zu erbringen.

Die erste Meldung an den TSV, Sportkegelclub "Eintracht" und die Schützengemeinschaft "Hubertus" über ein gemeinsames Sportzentrum kam bereits Anfang 1983. Im Zuge der Flurbereinigung erwarb die Gemeinde im unmittelbaren Anschluss an die Freizeitanlage Atzmannsee ein größeres Grundstück, so dass der Marktrat 1987 die Übernahme der Bauträgerschaft und die Ausschreibung in Angriff nahm. Die Baugenehmigung setzte eine Schulsportanlage mit 100-Meter- Laufbahn, Weitsprung- und Kugelstoßanlage und die Bereitschaft zu ehrenamtlicher Unterstützung durch die Vereine voraus.

3,5 Millionen Baukosten


Die Gemeinde sollte den A-Sportplatz und der TSV den B-Platz verwirklichen. Die Sportanlage sowie die im gemeindeeigenen Untergeschoss befindliche Wasch- und Toilettenanlage dienten den Schulklassen als auch dem TSV als Umkleideräume. Alle nicht durch Zuschüsse und Gemeindegelder gedeckten Baukosten mussten in Form von Eigenleistungen übernommen werden. Der Finanzierungsplan ging von Baukosten in Höhe von 3,5 Millionen Mark aus, wobei öffentliche Zuschüsse aus FAG-Mitteln zwischen 60 und 70 Prozent nur anteilig für 2,64 Millionen Mark zu erwarten waren. Mit Hilfe der Politiker erhielt der Markt Eslarn für die sportlichen Anlagen einen staatlichen Zuschuss von 80 Prozent.

Die am Sportzentrums beteiligten Vereine verpflichteten sich, die durch öffentliche Zuschüsse nicht gedeckten Baukosten durch Eigenleistungen auf ein tragbares Maß zu reduzieren. Die Hauptlast hatte der TSV zu tragen, da für die Gaststätte keinerlei Zuschüsse zu erwarten waren. Nach zehnjähriger Planungszeit erfolgte im Herbst 1988 der Spatenstich. Die Bauzeit wurde auf zwei Jahre festgelegt.

Eine wesentliche Unterstützung stellte vor allem der Einsatz der amerikanischen Streitkräfte mit Schubraupen aus dem Standort Grafenwöhr dar. Nach dem Bau der beiden Fußballplätze folgte am 13. Mai 1989 die Grundsteinlegung für die Sportheim-Gaststätte. Die Mitglieder der drei Vereine und auch einige Nichtmitglieder packten beim Bau des dreigeteilten Sportzentrums mit beispiellosen Teamgeist gehörig mit an. Während der Bauphase unterstützten die Baumaßnahmen freiwillig und ehrenamtlich rund 100 TSV-Mitglieder mit 9000 Arbeitsstunden, 63 Kegler mit rund 4500 Arbeitsstunden und 56 Schützen mit rund 2600 Arbeitsstunden. Mit Beispiel voran mit je rund 600 Arbeitsstunden gingen zusammen mit ihren Vereinsgremien die drei Vereinsvorsitzenden Georg Rauch vom TSV, Rudolf Will von der "Eintracht" und Hans Werner von den Schützen.

30 Monate Bauzeit


Stellvertretend für viele Helfer steht der Unternehmer Anton Gleißner, der nicht nur seine Maschinen und seinen Lkw kostenlos zur Verfügung stellte, sondern auch noch 510 ehrenamtliche Stunden vorwies. Nach einer Bauzeit von 30 Monaten konnte sich der TSV über eine sehenswerte Sportanlage mit Gaststätte, der Sportkegelclub "Eintracht" über eine hervorragende Vierbahnenanlage und die Schützengesellschaft "Hubertus" über eine herrliche Schießanlage freuen.
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