12-jähriger Raphael Karl feiert bei "Spatzenmesse" Premiere
Jüngster Spatz an der Pauke

Alles in Karls Händen. Vater Stefan Karl hatte die Gesamtleitung. Der Sohn Raphael Karl meisterte bei der Spatzenmesse seine Premiere an den Pauken. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
29.03.2016
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In der Osternacht war das Gloria für den Kirchenchor und das Orchester aus der Region gleichzeitig das Zeichen für die Aufführung der "Spatzenmesse". Seinen ersten Auftritt hatte hierbei der zwölfjährige Raphael Karl an der großen Pauke.

Der Kirchenchor und die Instrumentalisten aus der Region und Eslarn begleiteten unter der Gesamtleitung von Diplommusiker Stefan Karl mit beeindruckendem Gesang und Instrumentalwerken die Auferstehungsfeier. Die Auferstehung Jesu kamen in der Liturgie, im Evangelium und im ergreifenden Gloria mit Orgelmusik und Chorgesang zum Ausdruck.

Höhepunkt war die "Spatzenmesse" von Wolfgang Amadeus Mozart durch den Kirchenchor, das Streichorchester, die Bläser und Raphael Karl an der Pauke. Das Werk erinnerte an die Uraufführung 1776 am Ostersonntag im Salzburger Dom. Die Solisten Angelika Wild (Sopran), Monika Lindner (Alt), Michael Olbrich (Tenor) und Gregor Härtl (Bass) meisterten mit den Chormitgliedern die verschiedensten Stimmlagen und trugen zu einer einmaligen Feier bei.

Die Chorstimmen begleiteten meisterlich die Violinen, Saxofone, das Cello, den Kontrabass und die Pauke. Die Erste Violine spielte gewohnt meisterlich Konzertmeister Willibald Würth aus Floß. Eine Harmonie zwischen Orchester, Orgelmusik und Kirchenchor herrschte zudem bei der Inszenierung des "Halleluja" von Georg Friedrich Händel. Die 1741 komponierte christliche Glaubenslehre gehört bis heute zu den populärsten Beispielen geistlicher Musik. Die Instrumentalisten meisterten mit den Sängern selbst schwierigste Passagen.

Erfrischende Impulse


Der Priester setzte mit der ergreifenden Osterfeier gemeinsam mit den Klangkörpern erfrischende Impulse. Das Ensemble trug das Christentum nicht nur mit Worten weiter, sondern gestaltete auch musikalisch aktiv den Glauben. "Die Karwoche ist für den Kirchenchor die singintensivste Woche des Jahres", beschreibt Chorleiter Stefan Karl die Leistungen der Frauen und Männer.

Ein Lob ging nicht zuletzt an den jüngsten Instrumentalisten Raphael Karl, der das Orchester mit unterschiedlichen Klangnuancen von weich bis hart auf den beiden Pauken begleitete. Der Sohn des musikalischen Leiters fand bereits mit vier Jahren zur musikalischen Früherziehung. Nach einigen Jahren wechselte der begeisterte Musiker vom Keyboard zum Schlagzeug.

"Ich habe seit vier Jahren Schlagzeugunterricht", erzählt der Zwölfjährige. Sein musikalisches Talent bewies Raphael bereits bei Vorspielabenden und an der kleinen Trommel in einer Blaskapelle zum Heimatfest. Der junge Schlagzeuger gründete mit Mitschülern die Schulband "Allrounders", die bereits bei einigen Veranstaltungen das Publikum begeisterte. Ob der Junge in die Fußstapfen seines Vaters Stefan Karl treten wird, kann aufgrund seiner Begeisterung zur besonderen Tonkunst vorausgesetzt werden.

Meer an Osterlichtern


Die zweistündige Osternachtsfeier endete mit dem Segen der Speisen und der Verteilung der rund 300 Osterbrote durch die Kolpingsfamilie und Jungkolpingmitglieder. Danach zogen alle mit ihren geweihten Kerzen zum Gedenken an ihre Verstorbenen betend zum Friedhof, wo ein Meer an Osterlichtern die Gräber erhellte und die Auferstehung signalisierte.
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