120 Jahre "Eslarner in München"
„Ein Eslarner bleibt ein Eslarner“

Der damalige Bürgermeister Ludwig Landgraf begrüßte 1965 am Bahnhof die Eslarner aus München. Repro: gz
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Eslarn
30.09.2016
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Zu Beginn der Industrialisierung um das 19. Jahrhundert, nach den Weltkriegen und der Vertreibung aus dem Sudetenland sowie einer kurzfristigen Ansiedelung im Grenzgebiet verließen viele den ländlich geprägten Raum. Am 26. November 1896 wurde die "Gesellschaft die Eslarner in München" gegründet.

(gz) Der Heimatverein feiert am 22. Oktober in München 120-jähriges Bestehen. 85 Mitglieder unterstützen aktuell "Die Eslarner in München".

Zunächst konnten nur gebürtige Eslarner oder solche, die gebürtige Eslarnerinnen geheiratet hatten, beitreten. Erst 1937 wurde dieser Beschluss aufgehoben und, auch Eslarnerinnen durften in die Organisation. Nach dem Zweiten Weltkrieg kümmerte sich der nun in "Die Eslarner in München" umbenannte Verein um Heimatpflege, Förderung, Vertiefung und Erhalt des Heimatgedankens sowie die Pflege der Landsmannschaft und Unterstützung hilfsbedürftiger Landsleute in die Statuten.

Halb Eslarn auf den Beinen


Die Heimatfeste in Eslarn entwickelten sich aus den regelmäßigen Heimfahrten der Mitglieder. Die erste Reise mit der Eisenbahn war 1899. Gemächlich ging es damals nur bis Vohenstrauß, wo die Abordnung aus der Landeshauptstadt von den Eslarnern mit einem geschmückten Leiterwagen abgeholt und ab Putzenrieth mit Musik begleitet wurde. Halb Eslarn war auf den Beinen.

Ein großes Fest im Grenzmarkt gab es 1906 zum zehnjährigen Bestehen der "Eslarner in München. "Damals ging die Eisenbahn schon bis Waidhaus, wo wir mit zwei geschmückten Leiterwagen abgeholt wurden", schreiben die Chronisten.

Weihe der ersten Vereinsfahne war am 11. Juni 1933 in München. Nach einer gründlichen Restaurierung 1987 versieht sie heute noch ihren Dienst. Das erste von der Marktgemeinde veranstaltete offizielle Heimatfest mit Beteiligung der Landsmannschaften aus München, Nürnberg und Zwickau war 1935. "Nur wer die Heimat verlassen muss, weiß, was Heimat bedeutet. Ein Eslarner bleibt ein Eslarner, gleich wohin es ihn bei der Suche nach einer Existenz verschlagen hat." Mit diesen Worten begrüßte der verstorbene Bürgermeister und Ehrenmitglied des Heimatvereins, Ludwig Landgraf, 1965 seine Landsleute am Bahnhof.

"Nur wer seine Heimat liebt, hat auch ein Vaterland", fügte Landgraf an. Die folgenden Gründungsfeste wurden mit großer Beteiligung aus der Heimat in München gefeiert und waren Höhepunkte für alle Eslarner. Bis heute schreiben die Statuten vor, dass nur ein gebürtiger Eslarner Vorsitzender werden darf (Infokasten) .

Die VorsitzendenAn der "Spitze der Eslarner" in München standen bisher Michael Hammerl, Johann Lang, Gustav Müller, Sebastian Riederer, Michael Hammerl, Hans Rauch, Thomas Frischmann, Karl Bauriedl, Christian Zierer, Anton Engelbrecht, Karl Bauriedl, Wolfgang Lindner, Karl Bauriedl, Ludwig Dunkl, Andreas Merold, Hans Voit, Ludwig Kleber, Oskar Dunkl und Josef Bauer. Seit 2003 ist Otto Wild Vorsitzender. (gz)
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