Abgeordneter Albert Rupprecht und CSU-Delegation besuchen Klärschlamm-Trocknungsanlage der ...
Debatte über Geruchsbelästigung zu Ende

Unternehmer Martin Kraus (rechts) erläuterte MdB Albert Rupprecht und CSU-Mitgliedern den Ablauf in der Klärschlamm-Trocknungsanlage. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
26.11.2016
26
0

(gz) Die Klärschlamm-Trocknungsanlage der Firma Kraus in Putzenrieth sorgte in der Vergangenheit nicht nur im Eslarner Marktrat für viele Diskussionen. Befürchtungen gab es wegen Geruchsbelästigungen und erhöhtem Verkehrsaufkommen in dem Ortsteil.

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht, machte sich auf Einladung des CSU-Ortsverbands um Vorsitzenden Wolfgang Voit ein Bild über die Prozessabläufe in der Klärschlamm-Trocknungsanlage der Firma Kraus in Putzenrieth. Inhaber Martin Kraus erläuterte die Prozessabläufe und blickte mit dem Hinweis auf eine neue Technologie zur Rückgewinnung wertvoller Phosphate und Metalle in die Zukunft.

Eigene Pilotanlage


"Für derartige Investitionen gibt es regionale Förderungen und ich stehe Ihnen gerne mit Rat zur Seite", versprach Rupprecht und hielt das Vorhaben für zukunftsweisend. Die Firma hat in Vohenstrauß 13 Beschäftigte. 1985 tauchte das Problem auf: Wohin mit den Schlammabfällen? Daraufhin entwickelte die Firma Kraus 1987 diese eigene Pilotanlage.

"Sind die Befürchtungen über Geruchsbelästigungen und erhöhtes Verkehrsaufkommen im Ort wie vor Jahren im Gemeinderat zur Bauphase diskutiert, eingetroffen?", wollte zweiter Vorsitzender Robert Brenner wissen. Der langjährige Marktrat Karl Grießl und der Betreiber beantworteten dies mit einem klaren Nein. Die Diskussionen zu diesem Thema seien im Marktrat verstummt, auch aus der Bevölkerung kämen keine Beschwerden.

25 Tonnen Schlamm am Tag


"Wir bekommen täglich rund 25 Tonnen Schlamm angeliefert. Da die Zufuhr direkt über Putzenrieth und nicht durch Eslarn erfolgt, gibt es auch keine Verkehrsbelastung." Zudem wird eine Geruchsbelästigung vermieden, da die Anlage im Unterdruck betrieben und die gesamte Abluft einem Biofilter zugeführt und gereinigt wird. Der Schlamm kommt aus dem gesamten Landkreis Neustadt, wird in zwei Hallen mit je 1000 Quadratmetern an einem Tag getrocknet. "Bei Kälte sind auch mal zwei bis drei Tage erforderlich", fügte Kraus an.

Der entwässerte, stichfeste Klärschlamm wird zur weiteren Volumenreduktion einer Trocknungsanlage zugeführt, gewogen, im Annahmebunker zwischen gelagert und den Trockenhallen zugeführt. Eine auf Hallenbreite laufende Längsräumereinrichtung wendet, belüftet und fördert das Material auf einer beheizten Bodenplatte. Die Platten werden mit der Abwärme aus der benachbarten Biogasanlage der Familie Kleber auf bis zu 80 Grad erhitzt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Klärschlamm (7)Albert Rupprecht (83)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.