Bauausschuss Eslarn befasst sich mit Informationsgebäude für Fischerei
Zugang zu Toiletten erleichtern

Der Zufahrtsweg, auf dem Bürgermeister Reiner Gäbl und ein Teil der Bauausschussmitglieder stehen, wird angehoben. Damit wird die Höhe der bisherigen Stufe erreicht (rechts), die in die Toiletten führt. Bild: bey
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Eslarn
15.04.2016
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Schnelle Auffassungsgabe war Voraussetzung für die Bauausschusssitzung in Eslarn. Die Tagesordnungspunkte hätten kaum noch unterschiedlicher sein können.

Ein Nässeschaden in der neuen Schulsporthalle, Probleme mit der Anordnung der Kücheneinrichtung im Kiosk am Atzmannsee, die Neugestaltung der Grüngutanlieferstelle an der Kläranlage und letztlich noch der Hauch einer Floßfahrt auf dem Sieben-Insel-Weiher in Georgenberg forderten die Ausschussmitglieder zu schnellem Gedankenwechsel auf.

Keine Dauerlösung


Noch im Sitzungssaal wurde über die Anpassung der Gebühren in der Freizeitanlage Atzmannsee diskutiert und außerdem einstimmig beschlossen, dass das eingeschränkte Halteverbot entlang eines Wohngrundstücks im Neusiedlerweg im Bereich der Einmündung in die Moosbacher Straße in keinem Fall eine Dauerlösung darstellt. Über dieses Halteverbot hatten sich die Eigentümer des angrenzenden Grundstückes heftig beschwert. Sie sehen darin eine erhebliche Einschränkung ihres täglichen Lebensablaufs.

Bürgermeister Reiner Gäbl erinnerte, dass der Einmündungsbereich des Neusiedlerwegs in die Moosbacher Straße ausgebaut werde. Vorrangig sei aber, dass ein dort vorhandener etwa 150 Jahre alter Baum erhalten bleibe. Deutlich wies der Rathauschef darauf hin, dass die ebenfalls im Einmündungsbereich des Neusiedlerweges ansässige Firma im dortigen Mischgebiet ein Baurecht habe.

Für die Freizeitanlage am Atzmannsee hat der Bauausschuss die Empfehlung ausgesprochen, künftig pro Zelt ohne Rücksicht auf dessen Größe zwei Euro, pro Person/Nacht zwei Euro, pro Stellplatz fünf Euro und für Wasser/Strom jeweils 50 Cent pro Person als Gebühr festzusetzen. Beim Kommunbrauhaus soll die Gebühr fünf Euro für Strom/Wasser und fünf Euro pro Stellplatz betragen.

In der Schulsporthalle zeigt die Innenwand an der Nordwestseite deutliche Nässeschäden. Es wird vermutet, dass vom höher gelegenen Sportgelände Niederschlagswasser eindringt. Als schnellstmögliche Maßnahme wird im Bereich der Anlage das Erdreich abgetragen, das Gefälle der Kunststoffbahn verändert und eine Drainageleitung verlegt. Gleichzeitig soll geprüft werden, wie der Gully in der Rasenfläche entwässert wird.

Die Grüngutlagerstelle an der Kläranlage ist mittlerweile asphaltiert. Der eigentliche Lagerplatz soll mit großen Steinquadern in "L-Form" eingefasst werden. Der Bürgermeister erklärte, dass wegen der Teilnahme der Bürger an der Kompostierung der Grüngutabfälle und der damit verbundenen Einsparung von Gebühren rund 90 Prozent der Grundstückseigentümer nicht anliefern dürften. Dennoch seien die angelieferten Mengen so hoch wie sonst nirgends im Landkreis. Und noch etwas legte Gäbl den Bauausschussmitgliedern nahe: Die Bauhofmitarbeiter könnten nicht ständig für Ordnung auf diesem Platz sorgen.

Bei der Besichtigung des Informationsgebäudes für Fischerei berichtete der Rathauschef, dass der gepflasterte Weg rund ums Gebäude und der kleine Verbindungsgang zwischen dem Ausstellungsraum und den Toiletten angehoben werden. Damit sei zumindest ein ebenerdiger Zugang zu den Toiletten möglich, auch wenn diese im Innenraum nicht behindertengerecht ausgebaut sind.

Geräte in Nebenraum


Im Kiosk wird es künftig sehr eng werden, wenn der Betreiber alle notwendigen Geräte aufgestellt hat. Deshalb wird der Pächter mit einem Teil seiner Geräte in einen Nebenraum ausweichen müssen, sofern dort alle Anschlüsse für Wasser, Strom und Abwasser vorhanden sind. Für den Betrieb von Friteusen fehle der erforderliche Dunstabzug. Auch dieser müsste noch eingebaut werden. Gäbl schlug vor, das Angebot eines örtlichen Möbelhauses zur Lieferung einer Einbauküche und ein zweites Angebot für eine Gastro-Küche einzuholen. In jedem Fall soll zum Beginn der Badesaison der Kiosk einsatzbereit sein.

Ausflug zum Sieben-Insel-Weiher"Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön", heißt es in einem alten Schlager. Auch wenn damit wahrscheinlich nicht unbedingt ein Gewässer in der Größe des Atzmannsees gemeint war, soll auch dort die Möglichkeit zu einer lustigen Seefahrt, nicht mit dem Schiff, sondern mit dem Floß geschaffen werden.

Um sich zu informieren, wie ein solches Wasserfahrzeug aussehen könnte, machte der Bauausschuss einen Ausflug zum Sieben-Insel-Weiher nach Georgenberg. Dort zeigte OWV-Vorsitzender Manfred Janker den Mitgliedern und Bürgermeister Reiner Gäbl, wie das Floß konstruiert ist, damit es vor allem auch gefahrlos benutzt werden kann.

Gäbl sieht mit einem Floß auf dem Atzmannsee die Möglichkeit zur Steigerung der Attraktivität der Freizeitanlage. Dazu könnte sich das Eslarner Marktoberhaupt vorstellen, ein Seil quer über den Atzmannsee zu spannen, um das Floß wie eine Fähre zu benutzen. (bey)
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