Breitband-Ausbau besiegelt
Weg frei für Datenautobahn

Bürgermeister Reiner Gäbl und Christoph Bernik (vorne, rechts) von der Deutschen Telekom unterzeichneten den Vertrag. Gemeinde-Geschäftsleiter Georg Würfl, Günther Pichlmaier von der Firma Corwese und Breitbandpate Stefan Frölich (hinten, von links) nahmen es erfreut zur Kenntnis. Bild: gz
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Eslarn
05.01.2016
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Nach dem Breitband-Ausbau bekommen rund 1000 Haushalte und Firmen in Eslarn die Möglichkeit für ein schnelleres Internet. Dadurch wird die Gemeinde künftig auch auf der Datenautobahn unterwegs sein.

Es ist besiegelt: Bürgermeister Reiner Gäbl und Christoph Bernik von der Deutschen Telekom haben im Rathaus die Kooperationsverträge für die Verbesserung der Breitbandversorgung im Gemeindebereich unterzeichnet. Der Ausbau ist laut Gäbl ein Vorteil für Bürger, ortsansässige Firmen und vor allem für Betriebe, die sich hier ansiedeln wollen. Mit dem vorzeitigen Baubeginn habe die Gemeinde ihre Hausaufgaben erledigt.

Zukunftssicher


Den Zuschlag für den Ausbau des Internets hat die Telekom als einziger Anbieter vom Marktrat erhalten. "Rund 1000 Haushalte bekommen Breitband-Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und damit die Möglichkeit, schneller ins Internet zu gehen", stellte Bernik fest. Die bisherige Leistung betrug 30 MBit/s. Mit der Investition in die neue Breitbandtechnologie wird der Erschließungsort zukunftssicherer und jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet aufgewertet. "Durch den Ausbau können wir unseren Bürgern und Unternehmen in Kürze den begehrten Zugang zum schnellen Internet ermöglichen", freute sich der Rathauschef. Dies sei auch für Arbeitnehmer mit Home Office und für Selbständige ein entscheidender Faktor sowie ein Mehrwert für jede Immobilie.

Zügig angehen


Hilfestellung für Aufgaben, Planungen und Entwicklung übernimmt Günther Pichlmaier von der Firma Corwese. Der Firmenexperte stellte fest, dass im Ort und nach Thomasgschieß 13 091 Meter und zu den Gewerbebetrieben bei "Zankeltrad" und an der Hochstraße 2321 Meter Kabel verlegt werden. Laut Pichlmaier sollte auch die restliche Erschließung im Auge behalten werden. "Wir werden das Projekt zügig angehen, nach der Vertragsunterzeichnung die Feinplanung beginnen und die beschränkte Ausschreibung für die Tiefbaumaßnahmen vornehmen", erklärte Bernik.

Die Tiefbauarbeiten sollen im Mai beginnen, die Fertigstellung wird im Dezember erwartet. Bei der Ausschreibung sollen vor allem größere Firmen in der Region den Zuschlag erhalten.

Das Ortsgebiet soll mit Breitband (30 bis 50 MBit/s) ausgebaut werden. Glasfaser und damit bis zu 200 Mbit/s gibt es für das Gewerbegebiet "Zankeltrad" und die Firmen an der Hochstraße. Zudem erfolgt über die Leerrohre der Energiebauern eine Kabelverlegung von Eslarn nach Thomasgschieß. Da die Anbindung für jeden Hauseigentümer freiwillig ist, müsse von jeden Grundeigentümer eine Einverständniserklärung eingeholt werden.

Für die zu erwartenden Investitionskosten von 812 439 Euro wird eine 90-prozentige Förderung aus Landes- und Bundesmitteln erwartet. Wegen der interkommunalen Zusammenarbeit mit Waidhaus fließen zudem 50 000 Euro nach Eslarn, so dass die Gemeinde 65 669 Euro an Eigenmittel aufbringen muss.
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