Eslarn feiert Tag des deutschen Bieres
Stimmung zusammengebraut

Vermischtes
Eslarn
25.04.2016
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Der Zoigl ist in Eslarn einzigartig, vielseitig und traditionell. Der Spruch am Kommunbrauhaus "Jeder Tag ohne Bier ist ein Risiko" ist allgegenwärtig. Nach diesem Motto feierten sie den Tag des bayerischen Reinheitsgebots ausgelassen.

Die Eslarner haben am Samstag den Tag des Deutschen Bieres mit einem Kommunbraufest gefeiert. So erinnerten sie an den Erlass des bayerischen Reinheitsgebots im Jahr 1516. Bei dem Fest in der Halle am Kommunbrauhaus wurde den Besuchern musikalische Unterhaltung, Rebhuhnzoigl und Patentbier "Kommune" geboten.

Ehrenamtliche Helfer aus Vereinen, Markträte und Gemeindemitarbeiter machten die Veranstaltung zum Erfolg. Selbst Bürgermeister Reiner Gäbl packte mit an. Zweiter Bürgermeister Georg Zierer und Marktrat Siegfried Wild mussten am Samstag bereits um 5.30 Uhr aus den Federn und den Backofen am Kommunbrauhaus mit einem viertel Ster Holz auf Temperatur bringen.

Alle helfen mit


"Der Ofen ist nach drei Stunden mit 500 Grad aufgeheizt und muss jetzt auf 340 Grad abkühlen" informierten sie. Bei der Bäckerei Landgraf hatten sie Teig für 40 Brotlaibe bestellt. Musikalisch umrahmt wurde das Bierjubiläum mit Volksmusik und deftigen Witzeinlagen von den "Zwoa Schneidig'n" nach ihrem Motto "nicht nach Noten, nur nach Maß'n".

Die Vollblutmusiker Manfred Wild auf dem Bariton aus Eslarn und Christian Müller mit der "Quetschen" aus Waldheim zeigten mit Musizieren, Gesang und Witz, dass sie ihr Handwerk bestens verstehen und nicht "af Gosch'n gfaln" sind.

Die "Schneidig"n" erinnern seit ihrem zufälligen Zusammentreffen im Wirtshaus mit altüberlieferten Liedern an die urtümlich typische Wirtshausatmosphäre und verbreiten stets gute Laune. Die Gäste sorgten mit dem Verzehr der Brotzeiten und des goldfarbenen Alleinstellungsmerkmals, der Biomarke Rebhuhnzoigl und Patentmarke "Kommunbier", für einen zufriedenstellenden Umsatz.

Während des Festes erhielten die Besucher die Gelegenheit, etwas über das alte Brauhandwerk im "Biererlebnis-Kommunbrauhaus" zu erfahren. Die einzelnen Brauprozesse und die notwendigen Rohstoffe, bei denen seit 500 Jahren das bayerische Reinheitsgebot im Mittelpunkt stehen, werden auf großen Bildern, mit ausgewählten Exponaten und in Filmsequenzen dargestellt.Im Kommunbrauhaus wird seit 494 Jahren Bier gebraut, wobei das erste Brauhaus 1522 unterhalb des Rathauses stand, 1868 abbrannte, wieder aufgebaut und 1900 in die Brennerstraße verlegt wurde.

Fest verankert mit dem Eslarner Bier ist der 88-jährige Kommunbraumeister Georg Zierer. Seit 1951 garantiert er damit einen Werbeschlager für den Ort. Die Söhne Hans und Georg unterstützen ihn dabei.
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