Eslarner feiern Patrozinium der Kirche Mariä Himmelfahrt
„Du bist ein Königskind“

Die Kirchenmusiker führten die Fahnenabordnung zum Festgottesdienst. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
19.08.2016
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Das Patrozinium der Kirche Mariä Himmelfahrt feierte die Pfarrei Eslarn mit Kirchenzug, Festgottesdienst, Frühschoppen und Marienvesper. Bei der Predigt griff einer der Geistlichen zu einem Instrument.

Die Messe zelebrierten Direktor Monsignore Pfarrer Manfred Strigl, Pfarrer Erwin Bauer, Pfarrer Theo Schmucker und Pater Stanislaus aus Indien. Der Kirchenchor führte die "Ettaler Frauenmesse" auf.

Markantes Wahrzeichen


Das Gotteshaus mit seiner 335-jährigen Geschichte bildet als markantes Wahrzeichen mit einem dreifachen Zwiebelturm das Zentrum der Marktgemeinde. Die Pfarrei wurde 1326 erstmals schriftlich erwähnt und die Pfarrkirche mehrmals durch Großbrände zerstört.

Pfarrer Erwin Bauer bezeichnete das Patrozinium als einen der Höhepunkte des Kirchenjahrs. "Ich war schon einmal mit dem Rad in Eslarn", bekannte Monsignore Strigl. Seit 2012 ist der gebürtige Schnaittenbacher Direktor des Diözesan-Exerzitienhauses Johannisthal bei Windischeschenbach.

In der Predigt zum Thema "Du bist ein Königskind" stellte er mit Worten untermalt mit seiner Gitarre die Botschaft von einem erfüllten Leben mit Blick auf Maria mit der Krone in den Vordergrund. Der Geistliche beschrieb die letzten Sätze eines Sterbenden als Wegweiser für ein erfülltes Leben: "Hätte ich mehr Mut gehabt, ein eigenes Leben zu leben, meine Gefühle besser auszudrücken, nicht so viel gearbeitet. . ." Mit Blick auf Maria habe jeder als Königskind ein erfülltes Leben gehabt. Monsignore Strigl baute damit eine Brücke zu Hoffnung, Offenheit und Mut.

Der Ausdruck eines Königskinds spiegele sich in einer Aussage eines verzweifelten Vaters, dessen Ehefrau in Frankreich von Terroristen getötet wurde: "Ihr habt mir das Liebste und meinem Kind die Mutter genommen, aber ich werde euch nicht den Gefallen tun, euch zu hassen." Mit der Fürsprache der Gottesmutter werde aus dem Seelenschmerz und der Qual, alleine leben zu müssen, sowie dem verzweifelten Leben letztendlich Hoffnung, die den Weg zurück zum Leben und zum Licht aus dem Tunnel finden könne.

Mit dem Marienlied "Über die Berge schallt" endete der Festgottesdienst an Mariä Himmelfahrt. Mit einer Marienvesper am Nachmittag klangen das Patrozinium und die Glaubensfeier zu Ehren der Gottesmutter Maria in der Pfarrkirche aus.
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