Eslarnerin kann Angriff an Haustüre abwehren
Maskenmann mit Messer

Vermischtes
Eslarn
17.04.2016
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Der Grenzort Eslarn kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen heraus: Nach den Aufgriffen von 35 Migranten in der vergangenen Woche sorgte am Freitagabend eine Messerattacke auf eine Frau für Aufsehen. Das Wohngebiet, in dem sich der Vorfall ereignete, liegt im Osten der Gemeinde und ist als "Berliner-Siedlung" bekannt.

Gegen 20.50 Uhr klingelte es an der Haustüre eines Doppelhauses, teilte die Polizei mit. Als die Bewohnerin die Haustüre öffnete, sah sie einen maskierten Mann, der ein Messer in seiner rechten Hand hielt. Als sie erschrocken zurück ins Haus trat, nuschelte der Unbekannte etwas Unverständliches und stach unvermittelt in ihre Richtung. Nur durch eine reflexartige Handbewegung habe die Frau den Messerangriff abwehren können, so dass sie nur eine leichte Schnittverletzung an der Hand erlitt.

Die überrumpelte Frau schloss sofort die Haustüre, um einen möglichen weiteren Angriff zu verhindern. Der maskierte Täter flüchtete daraufhin. Die sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter durch Polizeistreifen der Landes- und Bundespolizei - auch aus dem Landkreis Schwandorf - verlief negativ. Erster Polizeihauptkommissar Martin Zehent erklärte am Sonntag auf Anfrage des NT, dass sich bislang keine konkreten Hinweise auf einen Tatverdächtigen ergeben hätten. "Wir ermitteln in alle Richtungen", so der Dienststellenleiter der PI Vohenstrauß. Die Polizei sei in Eslarn verstärkt präsent - auch in zivil. Bürgermeister Reiner Gäbl wollte nach dem Vorfall die Sicherheitslage in seiner Gemeinde nicht dramatisieren: "Für eine Bewertung bräuchte man Informationen über Motiv oder Hintergrund der Tat. Ich gehe aber von einem Einzelfall aus. Die Gefährdungslage in Eslarn ist nicht anders als in anderen Gemeinden."

Der Pressesprecher der Bundespolizei in Waidhaus, Franz Völkl, meinte, dass sich die Sicherheitsbehörde im Rahmen der Binnengrenzfahndung an der Suche nach dem Maskenmann mit drei Streifen beteiligt habe. Angesichts der verstärkten Fahndung nach Schleusern in dieser Region sei diese Unterstützung selbstverständlich.

ZeugenaufrufDer Täter wird wie folgt beschrieben: männlich, etwa 1,70 Meter groß, schwarz-weiße Monstermaske aus Plastik, graue bis dunkelgraue Sweatshirt-Jacke. Der Täter trug insgesamt eine "lässige" Kleidung. Wer hat die gesuchte Person am Freitag in Eslarn ebenfalls gesehen? Wer kann Informationen zur Maske geben? Hinweise auf den Täter an die Polizeiinspektion Vohenstrauß, Telefon 09651/9201-0. (ck)
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