Fasching asgrom
Männer in Frauenklamotten

Die Maschkerer machten beim Fasching-"Asgrom" am Donnerstag wieder Eslarn unsicher und ließen sich auch von den widrigen Wetterbedingungen nicht aufhalten. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
05.02.2016
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Trotz des schlechten Wetters waren noch nie so viele Maschkerer beim "Asgrom" in Eslarn unterwegs. Die Brauchtumspfleger der fünften Jahreszeit erinnerten beim Fasching-Ausgraben mit Ackergeräten und Bulldog an nostalgische Zeiten.

Da einige Geschäfte und Wirtshäuser in den vergangenen Jahren geschlossen haben, war die feuchtfröhliche Tour zwar um einiges kürzer, doch dafür blieben die Narren einfach länger vor Ort. "Vor allem für einige Neulinge war es eine schwere Tour", fanden die erprobten Gesellen. Auch drei Flüchtlinge aus dem Irak mischten neugierig mit.

Männer in Frauenkleidern


Die bunten Umzüge der beiden Musikgruppen "Jesse James vom Sportzentrum" und "Schlutupers vom Böhmerwald" eroberte bei der Tour im Handstreich die Gemeindeverwaltung und vereinten sich am Rathaus zum hörenswerten Faschingskonzert. Im Rathaus übernahm zweiter Bürgermeister Georg Zierer für kurze Zeit den Taktstock und stimmte in den Gemeinschaftschor mit ein. Die fesch kostümierten Musikgruppen spielten vor dem Gebäude zum Tanz auf, und aus allen Ecken wurde gelacht oder gesungen. In die bunte Frauen- und Männerschar mischten sich vor allem junge Männer in Frauenklamotten. Die Gunst der Stunde nutzte auch Bürgermeister Reiner Gäbl und versteckte sich hinter einem "Weiberrock". Bei der Brustvergrößerung schien dem Operateur jedoch ein Fehler unterlaufen zu sein.

Während das Marktoberhaupt schwer zu tragen hatte, räumten die Mitarbeiter im Rathaus freiwillig das Feld und versuchten, die Maschkerer mit der flüssiger Patentkost "Kommune" sowie Krapfen und Brezen ruhig zu stellen. Wegen der "Standfestigkeit" der Eroberer blieb es beim Versuch, und die Akteure legten das Rathaus regelrecht trocken. Nach den "schweren Stunden" zogen die Maschkerer weiter und die beiden Umzüge endeten im jeweiligen Stammlokal, wo alle Akteure und Zuschauer den Weiberfasching in den nächsten Tag hinein ausklingen ließen.
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