Fischerzentrum nicht barrierefrei
Toiletten nicht erreichbar

Rollstuhlfahrer kommen im neuen Fischerzentrum nicht ohne fremde Hilfe in die Toiletten. In der VdK-Jahreshauptversammlung versprach Bürgermeister Reiner Gäbl, dies zu ändern. Bild: gz
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Eslarn
12.02.2016
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Der VdK steht den Mitgliedern seit über 65 Jahren als Sozialverband und Behindertenorganisation stets mit Rat und Tat zur Seite. Er kümmert sich um soziale Belange und erfreut sich in Eslarn großer Beliebtheit. Dies belegen die Mitgliederzahlen: 185 Frauen und Männern sind beim Ortsverband dabei.

Beispielhaft im Landkreis


Kreisvorsitzender Josef Rewitzer dankte in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Lang dem Ortsverband für die Mitarbeit und im Zusammenhang mit den Außensprechstunden der Gemeinde für den bereitgestellten Raum im Rathaus. Ein Beispiel für den Kreis sei Eslarn nicht nur wegen der positiven Mitgliederentwicklung. "Der Markt hatte im Landkreis mit 1900 Euro das beste Ergebnis bei der Herbstsammlung", verriet der Sprecher.

Nach dem Kassenbericht von Franz Liegl erinnerte Schriftführer Siegfried Bösl an die Unternehmungen. Für selbstverständlich hielt Ortsvorsitzender Johann Bauer die Alten- und Krankenbesuche, die Gespräche mit den Eslarnern in örtlichen und den umliegenden Seniorenheimen und die Verteilung der Weihnachtspäckchen an über 80-jährige Mitglieder.

Anschließend stellte der Kreisvorsitzende die VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren" vor. "Heutzutage sollte es nicht mehr vorkommen, dass einem älteren Menschen mit einem Rollator oder Rollstuhl der Zutritt zu einem Gebäude verwehrt bleibt." In Deutschland leben 7,5 Millionen Schwerbehinderte mit einem Behinderungsgrad von über 50 Prozent.

Mit der bayernweiten Kampagne mache sich der Sozialverband für eine barrierefreie Gesellschaft stark und bittet die Bürger, derartige Barrieren zu melden. "Wohnungen und öffentliche Gebäude, Verkehrsmittel sowie alle privaten Güter und Dienstleistungen müssen endlich so gestaltet werden, dass jeder überall Zugang hat." Barrierefreiheit bezeichnete Rewitzer als "Grundrecht, das nicht verhandelbar und eine wesentliche Grundvoraussetzung ist, damit alle Menschen am Leben teilhaben können". In diesem Zusammenhang wurde das Fischerzentrum an der Freizeitanlage angesprochen. Wegen der Stufen und den beengten Eingängen könnten Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe nicht in die Toiletten gelangen.

Bauliche Änderungen


Bürgermeister Reiner Gäbl dankte dem VdK für den Einsatz für ältere, kranke und sozialschwache Menschen, den ehrenamtlichen Einsatz, besonders bei der Beratung in Rentenangelegenheiten. Gleichzeitig versprach er, bei öffentlichen Bauten darauf zu achten, dass die Zugänge auch durch körperlich beeinträchtigte Menschen genutzt werden können. Das Fischerzentrum werde nach baulichen Änderungen künftig jeder unbeschwert betreten können.
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