Frauenbund Eslarn feiert 45-jähriges Bestehen
Botschafterinnen des Glaubens

Gründungsvorsitzende Barbara Pöllmann (links) und ihre Nachfolgerin Berta Wildenauer (Zweite von rechts) auf Ausflug mit Mitgliedern des Frauenbunds und Klosterschwestern. Repro: gz
Vermischtes
Eslarn
17.11.2016
56
0

Seit 45 Jahren gibt es den Katholischen Frauenbund Eslarn. Die Gemeinschaft unterstützt seitdem viele Projekte in der Region, aber auch in Afrika.

(gz) Es war der Sonntag, 1. März 1971, an dem im alten Schulhaus aus dem ehemaligen Mütterverein der Zweigverein des Frauenbunds geboren wurde. Die Versammlung leitete Diözesanvorsitzende Hildegard Mittl aus Regensburg. Pfarrer Hugo Wagner, Benefiziat Josef Schart und viele Damen nahmen teil.

Aus den 23 Gründungsmitgliedern, von denen viele bereits gestorben sind, kristallisierte sich Barbara Pöllmann als Vorsitzende und Maria Wiedenbauer als Stellvertreterin heraus. Für den Schriftverkehr war Marianne Frischmann und für die Kasse Maria Gollwitzer verantwortlich. Im ersten Ausschuss waren Gertraud Konczalla, Gerti Bauer, Gerlinde Liegl und Marianne Frischmann vertreten.

Über 200 Mitglieder


Bereits nach einigen Monaten steigerte sich die Anzahl der Mitglieder auf 86 Frauen und nach drei Jahren überschritt man mit 144 Mitgliedern bereits deutlich die 100er Marke. Nach drei Jahren übernahm Maria Egerer das Amt der Stellvertreterin, ansonsten kam es zu keinen Veränderungen. Mit den Erlösen aus verschiedenen Veranstaltungen konnte der Verein die Arbeit des Eslarner Missionar Pater Beda Grießl in Tansania des Öfteren mit ansehnlichen Beträgen unterstützen.

Am 21. September 1978 übergab Pöllmann die Verantwortung an Berta Wildenauer. Diese stand dann 18 Jahre an der Spitze. 1979 hieß die Gemeinschaft mit Eugenie Göppl das 200. Mitglied willkommen. Als großes Ereignis wurde 1982 die Einweihung des Pfarrheims St. Marien durch Weihbischof Karl Flügl gefeiert. Für die Anschaffung eines Kreuzes und weiterer religiöser Gegenstände, die in den einzelnen Räumen des Pfarrheims Verwendung fanden, spendierte der Zweigverein 1500 Mark. Am 4. April 1989 unterstützte der Frauenbund die Arbeiten an der Außenfassade der Pfarrkirche mit 1000 Mark.

Als besonderer Tag ging die Weihe der Vereinsfahne im Mai 1989 in die Geschichtsbücher ein. Einen maßgeblichen Anteil an der Gestaltung, Beschriftung und Applikation der Fahne kam dem Ehepaar Katharina und Johann Roßmann zu. Die komplizierten Näharbeiten erledigte Franziska Warta. Die Frauen beteiligten sich an der 300-Jahr-Feier der Pfarrkirche mit Spenden für die Innenrenovierungen und sorgten mit einer "Putzkolonne" im Gotteshaus für Hochglanz.

Erstmals Führungsduo


Ab 1996 übernahm Katharina Rossmann und ab 2001 Thea Gollwitzer die Vereinsführung. Einen wesentlichen Beitrag in der Geschichte des Frauenbunds leisteten Pfarrer Hugo Wagner von 1971 bis 2003 und seit 2003 Pfarrer Erwin Bauer. Einer der vielen Höhepunkte war 2008 die Pfarrmission.

2009 standen mit Maria Meier und Gertraud Reindl erstmals zwei gleichberechtigte Vorsitzende an der Spitze. Dem Führungsduo folgte 2013 Ida Brenner, die unerwartet heuer am 30. September im Alter von 56 Jahren starb und eine große Lücke hinterließ.

In den 45 Jahren wurden Berta Wildenauer, Katharina Götze und Maria Gollwitzer zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die kurzweiligen Angebote und vor allem der Zusammenhalt führte zum weiteren Anwachsen der Vereinigung auf 238 Mitglieder, einer der mitgliederstärksten Vereine unter den 15 Zweigvereinen im Bezirk.

Seit Gründung bietet der Zweigverein ein vielfältiges Jahresprogramm mit kurzweiligen Fahrten, Bastel- und Info-Abenden und gestaltet das kirchliche Leben. Der Frauenbund verbreitet vor allem in der Faschingszeit reichlich Frohsinn und bereichert die Wohnungen mit gebastelten Kräuterbüschel.

In den Jahren sprach Pfarrer Erwin Bauer von einem starken Zweigverein, der sich für den Glauben einsetzt, von dem Impulse und Visionen ausgehen und der eine tragende Säule und ein wichtiger Baustein im kirchlichen Leben ist. Die christliche Frauengemeinschaft stehe als Botschafter des Glaubens und sei das Fundament einer lebendigen Pfarrei.
Weitere Beiträge zu den Themen: Pfarrer Erwin Bauer (21)Frauenbund Eslarn (3)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.