Gedenkgottesdienst an der Waldkapelle „Maria Heimsuchung“ am Goldberg
Erinnerung an die Heimat

Monsignore Pfarrer Gerhard Hettler zelebrierte den Gedenkgottesdienst an der Waldkapelle. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
08.07.2016
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Der Gedenkgottesdienst an der Waldkapelle "Maria Heimsuchung" am Goldberg ist eine Hommage an ein ehemaliges kleines Gotteshaus bei Karlbach zwischen dem ehemaligen Eisendorf und Weißensulz und gleichzeitig eine Erinnerung an die böhmische Heimat. Seit Jahrzehnten zelebriert Heimatpfarrer Monsignore Gerhard Hettler im Beisein von Heimatvertriebenen, Eslarnern und Gästen zum Gedenken an alle Verstorbenen den Gottesdienst.

Die Gedenkkapelle am Goldberg ist seit 1975 ein Mahnmal für eine ehemalige baugleiche Kapelle bei Karlbach und erinnert gleichzeitig an alle Verstorbenen des ehemaligen Kirchensprengels Eisendorf. Auf einer Gedenktafel an der Kapellenwand sind alle Namen der im Zweiten Weltkrieg aus Eisendorf, Franzlhütte, Schmolau, Walddorf, Ruhstein und Karlbach stammenden gefallenen und vermissten Soldaten vermerkt.

Brexit in aller Munde


An dem kleinen Gotteshaus, das wie das Ebenbild Mitten im Wald steht, treffen sich alle Jahre die Mitglieder des Heimatvereins "Eisendorf und Umgebung" mit ehemaligen Bewohnern des Kirchensprengels Eisendor zu einer Gedenkfeier. Besonders erfreut war Vorsitzender Waldemar Hansl über die Anwesenheit des Heimatpfarrers Monsignore Pfarrer Gerhard Hettler aus Passau und des Heimatkreisbetreuers für den Kreis Bischofteinitz Peter Pawlik.

In der Predigt spannte der Priester den Bogen vom Brexit-Votum zu den rechtspopulistischen Strömungen. Der Brexit sei ein Ausfluss ausländerfeindlichen Hasses. In der Geschichte kam es beim Zusammenleben verschiedener Völker immer wieder zu Unstimmigkeiten. So hatte es auch der tschechische Ortsgeistliche im ehemaligen Eisendorf während und nach dem Krieg nicht leicht und musste einiges hinnehmen.

Die tiefsinnigen Worte kommentierte Bürgermeister Reiner Gäbl mit der Feststellung: "Nationalisten lieben ihre Heimat nicht, sie hassen sie." Die Messfeier umrahmte eine Besetzung der Schlossbergkapelle. Altbürgermeister Josef Zilbauer servierte mit seiner Frau Brot und Wein.

"Böhmerwaldlied"


Im Anschluss dankte der Vorsitzende der Fahnenabordnung des Krieger- und Soldatenvereins und der Gemeinde, Feuerwehr und Reservistenkameradschaft für die Unterstützung. Mit dem "Böhmerwaldlied" endete die Gedenkfeier. Es folgten am Gasthaus "Tillyschanz" ein Frühschoppen und Mittagessen.
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