Grundschule Eslarn liefert beeindruckendes Weihnachtsschauspiel
Rentiere treten in den Streik

Die Erstklässler beeindruckten bei ihrem Schauspiel mit tollen Tierkostümen. Bild: gz
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Eslarn
28.12.2015
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Die über zweistündige Weihnachtsfeier der Grundschüler lieferte Gesang, Tanz und Schauspiel. Die Auftritte wirkte wie ein Musical der besonderen Art.

Rund 250 Besucher wollten sich das nicht entgehen lassen. Die Inszenierungen der Schüler der ersten bis vierten Klasse honorierte das Publikum mit kräftigen Applaus.

Bereits bei der Begrüßung versprach die Schulleiterin Bianca Ederer einen "besonderen, humorvollen und besinnlichen Abend". Die Inszenierungen eröffnete die dritte Klasse mit der Suche nach der verloren gegangenen Weihnachtsgeschichte. Das Lied "Vor langer Zeit in Bethlehem" begleitete Lehrerin Katharina Merther auf der Gitarre.

Eigeninitiative der Kinder


Die Kinder der Mittagsbetreuung entführten als Elfen verkleidet die Gäste in die Weihnachtsbäckerei. "Mehl verrühren und zwischendurch probieren" und "Kommt alle aus dem Haus. Die Welt, die Welt - sieht wie gepudert aus" sangen die fleißigen Mädchen und Buben vom Nordpol. Wobei sich einige besonders aktiv präsentierten und dafür Zwischenapplaus erhielten. Nicht zuletzt forderten die Mitschüler mit Zugaberufen eine Fortsetzung. "Besonders bemerkenswert ist, dass sich die Kinder das Tanzlied selbst ausgedacht haben und auch die Initiatoren waren", verriet Ederer.

Bewegt ging es mit dem Sternentanz der vierten Klasse im Programm weiter. Mit den selbst gebastelten Sternen tanzten die Kinder nach der mit Panflöten begleiteten Melodie "Die Sterne leuchten hell in die Dunkelheit hinein". Im Anschluss war für die Arbeitsgruppe "Tschechisch" Pauken angesagt. Das Geheimrezept von Lehrerin Anna Ulmanova ist spielerisches Lernen, das mit Gesang und Tanz umgesetzt wird. Diese Form des Unterrichts zeigten die Mädchen und Buben bei "Ucime se cesky" ("Wir lernen tschechisch") und beim "Abeceda (das Abc). Mit der Vorstellung der einzelnen Familienmitglieder endete ihr Programm.

Die Arbeitsgruppe "Schauspiel" präsentierte das Stück "Stille Nacht" von Toni Lauerer. Die Kleinen zeigten, dass sich bei der Brotzeit vielfältige Sprachkulturen im Dialekt verständlich vereinen können.

Die Erstklässler kamen danach mit ausgefallenen Tierkostümen auf die Bühne und präsentierten ihr "Musical". "Da stimmte bis auf die Frisur des Igels alles", bemerkte die Schulleiterin anerkennend.

Das Lied "Rudolf das Rentier" und das Spiel "Streik der Rentiere" hatte die zweite Klasse ausgewählt. "Wir haben ein struppiges Fell, kein Heu, keinen Dank und die Menschen vergessen uns einfach und deshalb weigern wir uns, durchs Wolkenland auf die Erde zu fliegen", protestierten die Vierbeiner. Sie konnten vom Nikolaus nur mit Geduld und durch den Hinweis auf die wartenden Kinder im Menschenland zum Arbeitseinsatz bewegt werden. "Noch einmal packen wir es an", sagten die gutmütigen Rentiere und rundeten die Szene mit der abgewandelten bekannten Melodie "Horch, was kommt von draußen rein" mit "Horch wer trabt von fern herein, dass muss Santa Claus wohl sein" ab.

Wunsch nach Schnee


Ins Weihnachtsland entführten die Viertklässler die Zuschauer mit Gedichten von Knecht Rupprecht, und die Arbeitsgruppe "Tschechisch" setzte den Unterricht mit der Wunschvorstellung "Sneží a fouká" (Es schneit und weht) fort. Mit einem sehenswerten Ballett beendete die Arbeitsgruppe "Schauspiel" das beeindruckende Programm. Gemeinsam mit den Besuchern stimmten die Kinder noch "Alle Jahre wieder" an.

Nicht nur die Schulleiterin sprach danach von einem tollen Schauspiel und von einem "beispielhaften ehrenamtlichen Einsatz des Elternbeirats". Diese boten Kinderpunsch, Glühwein, Kaffee, Kuchen, hausgemachte Plätzchen, Wurstsemmeln, Lebkuchen und Weihnachtslikör an. Und zur Freude der Väter gab es heimisches Kommunbier. Der Erlös war für die Schule bestimmt.

Elternbeirat tritt auf die BühneEin besonderes Schmankerl kündigte Schulleiterin Bianca Ederer bei der Adventsfeier der Schule mit dem Einakter des Elternbeirates an. Die Mütter und Väter begeisterten mit dem Stück "Als Nikolaus zum Seppe kam".

Die Bäuerin (Roswitha Süß) bat den Bauern (Bernd Reil), auch für Sohn Seppl (Cordula Weiß) einen Nikolausbesuch zu organisieren. Angeheuert dafür wurde der Knecht Luitpold (Hermann Zierer), der sich nach anfänglichen Zieren mit einem Kasten Kommunbier letztendlich verpflichten ließ.

Auf Wunsch der Eltern sollte der Nikolaus besonders die Streiche ihres Sohnes negativ beurteilen. "Er hat der Katze ein Wäscheklupperl an den Schwanz geheftet und dem Knecht eine heiße Kartoffel in den Stiefel gelegt", informierte die Mutter. Der Knecht erinnerte sich nur mit schmerzlich verzogenen Gesicht an diese Zeit. Allerdings kam es dann doch ganz anders. Denn der Knecht nutzte in seinem angetrunkenen Zustand die Gelegenheit und rechnete nicht mit dem kleinen Seppl, sondern mit dem Bauern ab, so dass der Nikolausbesuch für das Ehepaar zum "Eigentor" wurde.

Die Zuschauer honorierten die Aufführung mit viel Applaus. Sie werteten den erstmaligen Auftritt der vier Laiendarsteller übereinstimmend mit Schulleiterin Ederer als voll gelungen. (gz)
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