Jagdgenossenschaft Eslarn
Größere Maisflächen, mehr Wildschäden

Vermischtes
Eslarn
30.03.2016
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Der Pächterwechsel zwischen dem Facharzt Dr. Werner Duschner und den neuen Pächtern Rudolf Grundler sowie Stefan Hierold ist laut Jagdvorsteher Karl Grießl reibungslos verlaufen. Der guten Zusammenarbeit und den einvernehmlichen Verhandlungen zwischen Jagdgenossenschaft, Jagdpächter und Grundeigentümer war es zu verdanken, dass der Gemeinde aus den gespendeten Wildschäden 2000 Euro für den Wegebau zur Verfügung gestellt werden konnten.

Geschädigte Landwirte


Kassier Erhard Bauer-Pfannenstein erläuterte in der Versammlung im Gasthaus "Schellenbach" die Ein- und Ausgaben. Anton Schmid und Josef Zimmermann bescheinigten ordentliche Buchführung. Der Jagdvorsteher berichtete von Wildschäden im Bereich Büchelberg und Kreuth, die die geschädigten Landwirte in Eigenregie beseitigt hatten oder die nach gegenseitigem Einvernehmen ausbezahlt wurden.

Im Jagdbogen B hatten den ausbezahlten Wildschaden die Landwirte Wolfgang Kleber aus Roßtränk mit 1500 Euro und Erich Schmid aus Polster mit 500 Euro der Jagdgenossenschaft gespendet. "Damit konnten wir der Gemeinde insgesamt 2000 Euro für den Wegebau zur Verfügung stellen", fügte Grießl an. Der von Wolfgang Kleber vom Jagdbogen A gespendete Wildschaden von 350 Euro ging in die Kasse der Jagdgenossenschaft.

Die höheren Wildschäden resultieren laut Grießl aus der Tatsache, dass die Maisflächen immer größer werden. Wegen der vereinbarten Deckelung bei Schäden über 1500 Euro werde in Einzelfällen auch die Kasse der Jagdgenossenschaft belastet. "Der Dreijahres-Abschussplan soll bis 31. März 2018 beibehalten werden." Dies hatte das Amt für Land- und Forstwirtschaft im Zusammenhang mit dem Vegetationsgutachten hinsichtlich Verbiss und Waldverjüngung festgestellt.

Den Jagdverlauf im Jagdbogen A bezeichnete Jagdpächter Michael Forster als normal. Der Forstamtmann ist mit Eduard Forster, der zugleich Hegemeinschaftleiter Eslarn von 12 Jagdrevieren und zudem stellvertretender Jagdberater des Landkreises Neustadt ist, für die Jagd im Bogen A zuständig. Der Abschussplan wurde mit 3 Stück Rotwild und 15 Rehen erfüllt und sogar um ein Reh übertroffen. Erlegt wurden zudem 16 Sauen und von Mitbegeher Gustl Eichhorn im Bereich Kreuth 6 Füchse.

Die beiden Pächter regten einen größeren Abstand zwischen Maisfeld und Wald und das Anlegen eines 20 m breiten Streifens mit Dauerblühern an. Als Sprecher des Jagdbogens B wies Rudolf Grundler auf einen nicht erfüllten Abschussplan hin. Erlegt wurden 1 Damm-Spießer, 2 Rehböcke, 1 Schmalreh und 1 krankes Rehkitz. Ein totes Schmalreh wurde eingefroren im Mathesenweiher gefunden. Die Zunahme der Wildschäden führt der Jagdpächter auf das vermehrte Auftreten von Wildschweinen zurück, was sich in den 10 erlegten Schwarzkitteln bestätigte.

Gute Zusammenarbeit


Von einer sehr guten Zusammenarbeit zwischen Jagdgenossenschaft und Marktgemeinde sprach zweiter Bürgermeister Georg Zierer. "Aus den Landwirten seien inzwischen Agrarunternehmer geworden." Er dankte der Jagdgenossenschaft für die Spende von 2000 Euro für den Wegebau. "Die Gemeinde wird sich am Wegebau finanziell und materiell beteiligen." Abschließend appellierte Beisitzer Hans Kleber an die jungen Landwirte, sich mit einer Kandidatur an den Neuwahlen 2018 zu beteiligen und im Vorstand oder als Beisitzer mitzuarbeiten.
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