Jahreshauptversammlung des Krieger- und Soldatenvereins Eslarn
Fusion in Vorbereitung

Vorsitzender Albert Grießl dankte in der Jahreshauptversammlung langjährigen Mitgliedern für die Treue und gratulierte zur BSB-Auszeichnung. Bild: gz
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Eslarn
08.01.2016
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Die Jahreshauptversammlung brachte es zutage: Der Krieger- und Soldatenverein (KSV) Eslarn könnte mit dem Vereinsjahr eigentlich zufrieden sein - wäre da nicht der Austritt eines prominenten Mitglieds.

Johann Götz bat in der Versammlung im Vereinslokal "Zum Alisn" um Auskunft über die Gründe des Vereinsaustritts von Bürgermeister Reiner Gäbl. Im Begründungsschreiben stellte dieser im Zusammenhang mit dem Heimatfest seine Enttäuschung dar und führte vor allem das Fernbleiben des KSV bei der Festsitzung an. Der KSV hätte von der Bundeswehr eine Ehrung erhalten, aber kein Vertreter war anwesend. Vorsitzender Albert Grießl meinte, dass persönliche Probleme nicht in einen Verein getragen werden sollten. "Wenigstens ein Bürgermeister hätte bei dieser Versammlung anwesend sein können", fügten einige Mitglieder enttäuscht an.

Beispielhafte Mitarbeit


Kreisvorsitzender Richard Berger sah die Zusammenkunft durchaus positiv: "Eine Versammlung, wie man es sich als Kreisvorsitzender wünscht und vorstellt, die Mitgliederzahl bleiben konstant, bei der Versammlung sind zahlreiche Mitglieder anwesend und die ehrenamtliche Mitarbeit läuft beispielhaft."

Berger stellte fest, dass der KSV in Eslarn hinsichtlich Mitgliederzahl und geleisteter Arbeit ein Vorzeigeverein sei. Der Mitgliederstand im Kreisverband sei erstmals unter die 2000-er Marke gesunken, so dass der Kreisverband derzeit eine Strategie zur Mitgliederwerbung entwickele. "Wir brauchen jüngere Mitglieder, die unsere Traditionen weiterführen." Erfreulich nannte der Sprecher die Aktivierung zweier Kameradschaften in Altenstadt bei Vohenstrauß und in Großenschwand.

Gerne nach Eslarn, auch als Ruheständler, komme seit 23 Jahren der ehemalige Kompaniespieß Hermann Stollner, der hier eine harmonische Gemeinschaft vorfinde. Die Grüße des Kompaniechefs, Major Falk Grundschok und der 1. Kompanie des Panzergrenadierbataillons 122 übermittelte Oberstabsfeldwebel Peter Klemm.

In der Rückschau erinnerten Grießl und Schriftführer Fabian Bauriedl an den Neujahrsempfang, die Frühjahrskreisversammlung und an Veranstaltungen örtlicher und überörtlicher Vereine. Großereignisse waren das Heimatfest und die Gelöbnisfeier. "Von den 2000 Mitgliedern im Kreisverband kommen alleine 200 aus Eslarn", stellte Grießl fest.

Grießl sprach sich beim Blick in die Zukunft für eine Fusion mit der Reservistenkameradschaft (RK) aus. Im Gegensatz zu einer früheren Versammlung, in der sich einige Mitglieder gegen eine Zusammenlegung ausgesprochen haben, waren die Anwesenden diesmal einhellig dafür. "In beiden Vereinen werden die Mitglieder immer weniger, und die bestehende Vereinsarbeit wird auf wenigen Schultern getragen", meinte Grießl. RK-Vorsitzender Waldemar Hansl stand dem Ansinnen positiv gegenüber und wird das Thema im Vorstand ansprechen.

Für Grießls Einsatz dankte Stellvertreter Wilhelm Karl. Das Engagement zeige der KSV mit der Anwesenheit von rund 20 Mitgliedern bei Beerdigungen und an Jubelfeiern. Vorbildlich nannte Karl zudem die Harmonie und Kameradschaft. Nur noch fünf Kriegsteilnehmer können als Zeitzeugen berichten. Die ordentliche Kassenführung von Thomas Schmid bestätigten die Prüfer Rainer Bauriedl und Günther Hummer.

Etliche Ehrungen


Ein weiterer Höhepunkt waren Ehrungen im Namen des Bayerischen Soldatenbunds (BSB) und Vereinsehrungen. Urkunden des BSB und die Verdienstnadel mit goldenem Eichenkranz erhielten Johann Götz und Hans Höllerl, das Verdienstkreuz I. Klasse Andreas Kleber, II. Klasse Georg Bauer, Karl Kleber, Peter Kleber, Albin Meckl und Sigmund Witzlau und das Verdienstkreuz ging an Hans Brenner, Max Linsmeier, Marco Procher, Stefan Reindl, Hans Winter und Karl Würfl.

Auf 50 Jahre Vereinszugehörigkeit blicken Günther Hummer, Christian Kleber und Siegfried Kleber zurück. 40 Jahre beim KSV sind Ludwig Bauriedl, Max Karl, Josef Kleber, Josef Klug, Michael Kleber, Georg Rauch, Willibald Siegl, Georg Kleber, 25 Jahre Waldemar Hansl und 10 Jahre Josef Karl, Thomas Meckl, Fabian Bauriedl und Karl-Heinz Frischholz-Wazl. Gratulationen an die Gewählten und Geehrten kamen von Berger und Grießl.

NeuwahlenDie Mitglieder bestätigten Vorsitzenden Albert Grießl, Stellvertreter Wilhelm Karl, Kassier Thomas Schmid und Schriftführer Fabian Bauriedl in ihren Ämtern.

Beisitzer bleiben Jürgen Niederdräing, Johann Götz, Stefan Süß, Hans Höllerl, Albin Meckl, Kurt Baumann, Michael Reindl, Stefan Reindl, Georg Bauer, Günter Frank, Wolfgang Stahl und Matthias Karl. Für den verstorbenen Beisitzer Heinz Karl kam Hans Brenner ins Gremium. Damit bestehen Führungsriege und Ausschuss weiterhin aus 17 aktiven Mitgliedern.

Die Kasse prüfen Rainer Bauriedl und Günther Hummer. Für die Böllerkanone sind Franz Sterr und Hans Höllerl sowie neu Hans Brenner verantwortlich. Beim Tragen der Vereinsfahne wechseln sich Stefan Süß, Matthias Karl und Wolfgang Stahl ab. (gz)
Wir brauchen jüngere Mitglieder, die unsere Traditionen weiterführen.Kreisvorsitzender Richard Berger
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