Kolpingsfamilie Eslarn feiert 125-jähriges Bestehen
Chance nutzen, Akzente zu setzen

Im Mittelpunkt des Fackelzuges standen im Beisein der Festausschussmitglieder die Fanfarengruppe aus Tännesberg, die Fackelträger und die Laternenträger Gregor Härtl und Alexander Schmucker mit dem gesegneten Kerzenlicht. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
27.06.2016
85
0

Das 125-jährige Jubiläum der Kolpingsfamilie eröffneten am Freitag Bezirkspräses Pfarrer Josef Most aus Moosbach mit einem rhythmischen Gottesdienst. Der Auftakt mündete am Festplatz der Freizeitanlage "Atzmannsee" in eine Johannisfeier.

Zur Messe in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt begrüßte der Geistliche die Abordnungen von fast allen Kolpingsfamilien aus der Region. Der Jugendchor und Martina Brenner am Keyboard begleiteten unter Leitung von Diplommusiker Stefan Karl den Gottesdienst. Zudem brachten sich die Gitarristen Marie Hummer und Philipp Bauriedl ein.

Einen besonderen Dank richtete Pfarrer Most an alle langjährigen Mitglieder der Kolpingsfamilien, die den Gedanken von Adolph Kolping in den Jahren in die Welt getragen haben. In seiner Predigt vertiefte der Bezirkspräses die Erinnerung an den Gesellenvater, der mit seiner vorbildlichen Sozialarbeit im 19. Jahrhundert der Welt ein menschlicheres Gesicht gegeben und damit zur Gründung der Gesellenvereine beigetragen habe.

"Die Rettung des Menschengeschlechts fängt bei der Familie an", zitierte der Priester den Kolpingvater. Seither hätten viele diese Ideen mit vielfältigen Aktionen belebt. Zudem wandte sich der Geistliche an die Jugendlichen: "Habt Mut und schwimmt gegen den Strom, denn kein Internet kann die mitmenschliche Gemeinschaft ersetzen. Schenkt mit eurem Mitwirken der Welt ein menschlicheres Gesicht."

Die überlieferten Werte von Kolping, der 1865 verstorben ist, erhalten viele Kolpingschwestern und -brüder mit ihrer Arbeit. Die Bewegung habe 1891 auch in Eslarn ein Echo gefunden. "So lange uns Gott Kraft verleiht, haben wir die Chance, Akzente zu setzen" predigte Pfarrer Most. Der Bezirkspräses segnete das Kerzenlicht neben einer großen Laterne und wünschte dem Jubelverein alles Gute.

Nach der Messfeier verteilte der Familienkreis an alle eine Kerze mit dem Sprichwort "Mut tut gut". Musikalisch angeführt wurde der Fackelzug von der seit 1977 bestehenden Fanfarengruppe der Kolpingsfamilie Tännesberg, die mit ihrer typischen Kolpingstracht für Bewunderung sorgte.

Die überregionale Bedeutung der Gruppe bestätigte vor allem das Mitwirken 2008 bei der Benedetto-Parade vor dem Petersdom in Rom und der musikalische Auftritt von 13 Mitgliedern mit Posaunen und Trommeln in Eslarn. In die Lichterprozession mischten sich die Fackelträger Milena Winter, Eva Michl, Laura Kleber, Aaron Kleber, Jan Werner, Carolin Süß, Alina Hölzl und Vanessa Illing.

Das gesegnete Kerzenlicht in der großen Laterne trugen gemeinsam Kolpingvorsitzender Gregor Härtl und Jungkolpingvorsitzender Alexander Schmucker. In der Dämmerung entzündeten die Kolpingmitglieder das Johannisfeuer und erinnerte damit an die Geburtsstunde von Johannes des Täufers sowie an die Sommersonnenwende. Festleiterin Agnes Härtl war mit dem Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten sehr zufrieden.

Habt Mut und schwimmt gegen den Strom, denn kein Internet kann die mitmenschliche Gemeinschaft ersetzen.Pfarrer Josef Most
Weitere Beiträge zu den Themen: Pfarrer Josef Most (33)Kolpingsfamilie Eslarn (11)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.