Landkreisübergreifendes Ausbildungswochenende schweißt Aktive weiter zusammen
Jugendfeuerwehren ziehen an einem Strang

Die Jungfeuerwehr verbaute bei der Übung eine Ölsperre in den Bach. Bild: gz
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Eslarn
06.06.2016
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Die Jugendfeuerwehren aus dem Schönseer Land und Eslarn trafen sich in Eslarn zum landkreisübergreifenden Ausbildungswochenende. Die 24-Stunden-Übung mit sechs Jugendwehren fand mit 30 Jugendlichen einen tollen Anklang. Die 10 Mädchen und 20 Jungs eilten zu einigen fiktiven Einsätzen, erfuhren von den aktiven Feuerwehrangehörigen vieles über den Umgang von Einsatzmitteln und nächtigten im Feuerwehrhaus auf Feldbetten.

Bereits am Freitagabend waren Jugendliche im Alter von 12 bis 18 aus Schönsee, Dietersdorf, Weiding, Gaisthal und Schwand-Laub zur Jugendfeuerwehr nach Eslarn geeilt. Im Kreis der 30 Aktiven konnte 2. Kommandant und Jugendwart Christian Wild vor allem den Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl, Bürgermeister Manfred Dirscherl aus Weiding, Kreisbrandmeister (KBM) Thomas Kleber, den Eslarner Kommandanten Josef Kleber, Kommandant Peter Rettinger aus Weiding, 2. Kommandant Johannes Gillitzer aus Gaisthal und Jugendwartsprecher Peter Reier vom KBM-Bereich Schönseer Land willkommen heißen.

Immer mehr Zulauf


"Das Ausbildungswochenende für die Jugendfeuerwehren aus zwei Landkreisen kommt seit 2009 sehr gut an und findet immer mehr Zulauf", stellte Jugendwart Christian Wild erfreut fest. Im Namen der beteiligten Kommunen sprach Gäbl von einem beispielhaften Miteinander und einer gut funktionierenden Zusammenarbeit über den Landkreis hinaus. "Das Ausbildungswochenende wird von allen Kommunen unterstützt, verbessert die Qualität und minimiert das Risiko." Der Bürgermeister dankte für das Engagement und lud zur Stärkung auf die bevorstehenden Aufgaben zu einer Brotzeit ein. Nur Positives konnte KBM Thomas Kleber über die 24-stündige Ausbildung der Jugendlichen berichten. "Die Jugendlichen lernen sich gemeindeübergreifend besser kennen und arbeiten besser zusammen."

Früher endete für die Feuerwehren an der Landkreisgrenze die Zuständigkeit. Heute helfen sich die Aktiven auch über die Landkreise hinaus. Zu Beginn der 24-Stunden-Übung standen gleich zwei fiktive Einsätze. Verteilt in sechs Feuerwehrautos machten sich die 30 Jugendlichen mit den Ausbildern und aktiven Feuerwehrmännern auf zu einem Flächenbrand an den Mathesenweiher, und gleichzeitig wurde ein anderer Trupp zu einem schweren Verkehrsunfall nach Passenrieth beordert. Beim Brand übernahmen die Jugendlichen den Löschaufbau vom Ansaugen mit der Tragkraftspritze bis zum Verteiler. Ab dort bekämpften die aktiven Feuerwehrmänner den "gelegten" Brand.

Am Unfallort in Passenrieth fanden die Mädchen und Buben ein total beschädigtes Fahrzeug ohne Insassen vor. Die Aufgabe bestand in einer Vermisstensuche. Am Fahrzeug zeigten Ausbilder den Umgang mit dem Rettungsspreizer und der Schere sowie das fachgerechte Herausschneiden einer Windschutzscheibe.

Nach einer verhältnismäßig kurzen Nacht im Schlafsack oder auf einem Feldbett folgte am Samstagmorgen über die Einsatzleitung die Mitteilung, dass die Mero-Zentrale in Vohburg einen Druckverlust in der Mitteleuropäischen Rohölleitung (Mero) zwischen zwei Absperrschiebern bei Eslarn festgestellt hat. Die Mero verläuft von Neuburg an der Donau 344 Kilometer bis nach Prag und durchquert über 18 Kilometer auch den Landkreis Neustadt/WN.

Suche nach dem Leck


Die Feuerwehrjugend fuhr die verschiedenen kleinen Mero-Stationen an und verbaute in die Bachläufe eine Ölsperre. Ein weiterer Trupp machte sich derweilen auf Lecksuche. Zum Abschluss stand nachmittags eine Löschübung mit dem Verlegung einer Schlauchleitung vom Atzmannsee zu einem Flächenbrand beim Festplatz an. Jugendwart Christian Wild dankte den Jugendlichen für das Engagement und lobte den Zusammenhalt.
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