Marktrat Eslarn debattiert über Tribnwasser
Brunnen bald wieder sauber

Rund eine Viertelmillion Euro investiert die Marktgemeinde Eslarn in die Erneuerung der Zufahrtsstraßen bei den Weilern Büchlberg (im Hintergrund) und Öd. Bild: fjo
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Eslarn
07.05.2016
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Der Marktrat beschäftigte sich in der Sitzung mit der Reinigung des Trinkwasser-Tiefbrunnens I. Durch den hohen Eisen- und Mangangehalt im Wasser wird eine Verockerung vermutet. Bürgermeister Reiner Gäbl sprach sich deshalb für eine Reinigung aus.

Das Wasserwirtschaftsamt benötigt ein Basisgutachten, welches das Leistungsvolumen nachweist, erläuterte Gäbl. Bei einem bereits durchgeführten Versuch sei die erforderliche Dauerleistung von 3,65 Litern pro Sekunde nicht erreicht worden. Um eine Verlängerung der Genehmigung für weitere 20 Jahre erhalten zu können, plädierte der Bürgermeister für eine Reinigung. Im Jahr 2008 sei damit der gewünschte Erfolg erzielt worden. Auf Regiebasis erhielt das Ingenieurbüro Piewack aus Bayreuth zu Stundensätzen von 75 Euro den Auftrag zur Ausschreibung der Maßnahme. Gäbl rechnete hierfür mit einem Aufwand von acht bis zehn Stunden.

Mit der Auftragsvergabe an die Firma Josef Hartinger, Kleinschwand, machten die Markträte den letzten Schritt zum sofortigen Ausbau der beiden Zufahrtsstraße zum Weiler Öd. Einhellig stieß das Angebot über 214 212 Euro auf Zustimmung; ging doch damit eine Unterschreitung der Kostenberechnung von satten elf Prozent einher.

Die beiden als Ödstraße und Geißbühlstraße bezeichneten Strecken erhalten im Zuge der Baumaßnahme eine komplett neue Oberschicht inklusive der Verbreiterung des Banketts. Eine Förderung durch die Oberpfälzer Bezirksstelle des Amts für ländliche Entwicklung sei beantragt, ergänzte der Rathauschef im Zuge der Vorstellung des Projekts. Der Bauantrag von Martin Reichert zum Anbau an das Wohnhaus in der Büchelberger Straße durchlief den Marktrat ohne Gegenstimme.

Weiteres Großprojekt


Ein weiteres Großprojekt stellt der Breitbandausbau in der Region dar. Vielerorts laufen die ersten Leitungsverlegungen im ersten Förderabschnitt des Landes Bayern. Durch die mit der Planung beauftragte Fachfirma Corvese sei nun im zweiten Förderschritt ein "Anzapfen" des Bundesprogramms geprüft worden, ließ Gäbl wissen. Als Ergebnis würde ein Einsteigen empfohlen, auch wenn es hierbei nur 50 Prozent Zuschuss für die Baumaßnahmen gäbe.

Doch allein in der 100-prozentigen Übernahme von Beratungleistungen begründe die Fachfirma ihre Entscheidung. Damit sei die Aufnahme des Ist-Zustands und das Unterbreiten von Vorschlägen inklusive der Ermittlung des Kostenvolumens zu weiteren Ausbaumöglichkeiten verbunden.

"Wir erhielten somit einen Masterplan, der zudem Grundlage für eine Aufnahme in das Bundesprogramm ist." In einer Zusammenfassung der bisherigen Förderkulisse erinnerte Gäbl an jene fast 400 000 Euro aus bayerischen Mitteln, so dass er insgesamt gesehen eine Förderung von bis zu 90 Prozent für möglich hielt - "eventuell sogar noch höher. Mit diesem Auftrag zur Beratungsleistung machen wir keinen Fehler. Da gibt es keinen Betrag, der ungedeckt ist". Der Marktrat folgte dieser Begründung einvernehmlich.

Hotspots ein Thema


In einem Unterpunkt informierte der Bürgermeister ergänzend zur Landesförderung von freien Zugängen ins Internet, sogenannten Wlan-Hotspots. Bislang sehe das Programm ab Juni die Einrichtung von zwei öffentlichen Zugängen vor, wobei die Kosten des laufenden Betriebs dann durch die Kommunen zu tragen wären.

Vor wenigen Tagen habe man die Nachricht erhalten, dass diese Förderkulisse zu überarbeiten wäre. Der Bürgermeister riet deshalb zu einer Rückstellung des beabsichtigten Antrags: "Wir verlieren dadurch keine Zeit." Damit waren alle Markträte einverstanden.
Mit diesem Auftrag zur Beratungsleistung machen wir keinen Fehler. Da gibt es keinen Betrag, der ungedeckt ist.Bürgermeister Reiner Gäbl
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