Schlechter Zustand
Schlamassel am „Stockweg“

Grund- und Teichbesitzer Hans-Peter Utz zeigt, dass der "Stockweg" bei schlechtem Wetter kaum befahrbar ist. Auch Wanderer müssen dann auf die angrenzenden Wiesen ausweichen. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
12.01.2016
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Der "Stockweg" zwischen der Justin-Braun-Anlage in Eslarn und Ödmeiersrieth verbindet seit 1970 landwirtschaftliche Flächen und eine Weiheranlage. Die Strecke stand in der Bürgerversammlung und an den Folgetagen im Mittelpunkt der Diskussionen.

Grund- und Weiherbesitzer Hans-Peter Utz prangert den schlechten Zustand des Feldwegs an, gerade bei schlechtem Wetter. Eine Rücksprache des Beschwerdeführers mit Bürgermeister Reiner Gäbl ergab, dass der Weg für landwirtschaftliche Zugmaschinen bestens befahrbar sei und keine Ausbesserungen notwendig seien. Erneut habe Gäbl darauf hingewiesen, dass ein Ausbau wegen der Kostenverteilung nur in Absprache mit den Anrainern möglich sei.

Der Feldweg wurde bei der Flurbereinigung um 1970 als Zufahrt zu den dortigen landwirtschaftlichen Flächen hergestellt. "Der als ,Stockweg' gewidmete öffentliche Feldweg hatte bei seiner Errichtung einen festen Unterbau, eine geschlossene Schotterschicht und eine eindeutige Wegeführung." Inzwischen werde laut Utz beim Befahren teilweise auch Privatgrund tangiert.

Viele Pfützen


Bei einer Begehung machte der Grundbesitzer auf viele Pfützen, tiefe Fahrrillen in den angrenzenden Wiesen, das niedergedrückte Seitenbankett und den schlammigen Zustand aufmerksam. "Gerade bei schlechtem Wetter sollten sich die Verantwortlichen ein wenig Zeit für eine Besichtigung nehmen", meinte Utz. Mit dem Antrag auf Sanierung möchte er lediglich erreichen, dass der Weg jederzeit auch mit einem Auto befahrbar bleibt. Dieser Meinung schlossen sich mit ihren Unterschriften weitere 17 Bürger an.

Da die Verbindung zwischen Schlossberg und Ödmeiersrieth zudem mit der gelb-rot-gelben Markierung gekennzeichnet ist, verlaufen auf dem Stockweg der Europäische Fernwanderweg E 6, der Nurtschweg und zwei Rundwanderwege. Bei schlechtem Wetter weichen die Wanderer und Radfahrer auf die angrenzenden Wiesen aus und nehmen lieber Nässe als Schmutz in Kauf. "Ein ausgewiesener Wanderweg sollte nicht nur bei schönen, sondern bei jeglichem Wetter begehbar bleiben", findet Utz.

Den Zustand hatte der Antragsteller bereits vor zehn Jahren bei einem Ortstermin mit Bürgermeister Gäbl angeprangert. "Seither ist nur die Hecke entlang des Wegs geschnitten worden." Ein von Utz um Rat gefragter Wegebauer hatte festgestellt, dass sich aber auf dem Feldweg in den Jahren eine Erdschicht abgelagert habe, die beseitigt werden müsste. Erst dann könne der feste Untergrund befestigt werden. Die Pflege des gemeindeeigenen Seitenstreifens entlang des Feldwegs übernahm in den Vorjahren nicht die Kommune. Laut Beschwerdeführer hatten sich die Anlieger darum gekümmert.

Hoffen auf Einsicht


"Ich besitze ein Grundstück auf der ,Ziegelhütte', zu Beginn des Wegs, und eine Fischteichanlage bei Ödmeiersrieth, am Ende des Wegs", beschreibt Utz. Da der Grund- und Teichbesitzer auf einen befahrbaren Weg mit dem Auto angewiesen sei, hofft er nun auf die Einsicht des Marktrats.
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