Starkbierfest in der Schulturnhalle mit Blasmusik und Brotzeiten
Bruder Fabian trifft den Nerv

Das Starkbierfest in der Schulturnhalle war wieder ein voller Erfolg. "Die Krüge hoch", hieß es beim "Prosit der Gemütlichkeit" der Schlossberger. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
09.03.2016
290
0

Das Starkbierfest am Schulberg hielt auch in diesem Jahr alle Versprechungen. Die Garanten waren eine zünftige bayerisch-böhmische Blasmusik, deftige Sprüche und Brotzeiten und süffiger Gerstensaft.

Alle Tischreihen waren in der Schulturnhalle voll belegt, viele Jugendliche gaben sich mit einem Stehplatz zufrieden. In den Wochen zwischen Fasching und Ostern ist nicht nur die Fastenzeit, sondern auch die Starkbierzeit. Diese Tradition pflegt seit Jahren vor allem die Feuerwehr.

Tolle Stimmung


Zum Starkbierfest waren zahlreiche Gäste gepilgert, die sich Zeit zur inneren Einkehr und zu einem gemütlichen Abend bei Bier und Musik nahmen. Bereits nach dem Anzapfen legten die Schlossberger los und spielte sich in die Herzen der Besucher. Ganz im Einklang mit dem Fastengrundsatz "Flüssiges bricht das Fasten nicht" servierten die Feuerwehrleute deftige Brotzeiten und den speziell gebrauten Gerstensaft, der gemischt mit toller Blasmusik, tolle Stimmung verbreitete.

Der Fastentrunk schmeckte den Besuchern ausgezeichnet. Kein Wunder, schließlich stammte das naturtrübe Getränk nicht nur aus dem Kommunbrauhaus, sondern vor allem von Brauer Georg Zierer. Der 88-Jährige blickt auf 64 Jahre Erfahrung zurück und hat als einer der ältesten aktiven Brauermeister sein Handwerk von der Pike auf gelernt.

Mit starken Sprüchen und musikalischen Kostproben zog noch vor Mitternacht die "Islouer Feierwehrkapeln" mit Quetschenspieler Fabian Wild, Peter Brenner an der kleinen und Christian Sterr an der großen Trommel kräftig vom Leder. Unterstützung bekamen die "Islouer Buam" von den Nabburgern Stefan Ram (Tuba) und Martin Ram (Trompete). Einige Begebenheiten formte Fastenprediger Fabian in Verse. Er brachte so manche Anekdote an die Öffentlichkeit. Dabei bekamen anwesende und vergeblich gesuchte Promis, aber auch die Feuerwehr, die bei so manchem Faschingsball mit Abwesenheit glänzte, ihr Fett weg. Ein Thema war der große Maibaum "ohne Spitz'" und das "Islouer Phänomen", dass trotz der späten Planungen das Festzelt zum Heimatfest stets voll war. Erwähnt wurde auch die lange Baudauer am Fischerzentrum und die fehlende Barrierefreiheit an öffentlichen Bauten. "Des houd fei recht lang dauert, aber letztendlich is doch fast alles einwandfrei. Aber wai is etz des mit dem barrierefrei? Miasma etz die Rollstuhlfahrer am Brauhaus ins Klo affi drong?"

Flüssige Spende


Ob die flüssige Spende durch Bürgermeister Reiner Gäbl der Grund für die gemäßigten Töne des Fastenpredigers waren oder er vom Texten allmählich müde wurde, blieb offen. Nach den Zugaberufen gaben die Fünf musikalisch mit einem Medley noch einmal so richtig Gas und zogen mit dem Lied "Der Paul und sein Gaul" aus dem Saal. Die Empfehlung der Musiker, der Vorsänger sollte zur Steigerung der Qualität an einen Gesangsunterricht teilnehmen, konnten die Besucher nur unterstreichen.

Dann übernahm Wild wieder den Taktstock. Die Schlossberger zogen noch einmal alle Register. Dabei ließen die 21 Musiker, darunter das harmonierende Gesangsduo Lisa Grießl und Norbert Roßmann und mit Kartin Ferstl die zweite Frau, den unverwechselbaren Melodienreigen einer Blasmusikkultur stets aufs Neue aufleben. Die Kapelle spielte bis nach Mitternacht zünftig auf. Ein Höhepunkt war ein Auszug der Egerländer Blasmusik anlässlich des 90. Geburtstags des 1999 verstorbenen Ernst Mosch. Zum Ausklang machten es sich einige Gäste noch im gut beheiztem Barzelt gemütlich.

Des houd fei recht lang dauert, aber letztendlich is doch fast alles einwandfrei. Aber wai is etz des mit dem barrierefrei? Miasma etz die Rollstuhlfahrer am Brauhaus ins Klo affi drong?Fastenprediger Fabian
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.