Tourismuszentrum "Biererlebnis Kommunbrauhaus" wird am Samstag eingeweiht - Ab 13 Uhr "Tag der ...
Alte Tradition zum Anfassen

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Eslarn
09.05.2015
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Der Markt Eslarn beteiligt sich am Samstag, 9. Mai, ab 10 Uhr mit der Einweihung des Projekts "Biererlebnis Kommunbrauhaus" am deutschlandweiten "Tag der Städtebauförderung". Außerdem bietet die Kommune Einheimischen und Gästen mit einem "Tag der offenen Tür" ab 13 Uhr rund um das Kommunbrauwesen bleibende Eindrücke.

Der erste bundesweite Aktionstag soll die Bürgerbeteiligung in Städtebauförderung und Stadtentwicklung stärken und künfitg jährlich angeboten werden.

Das Kommunbrauhaus in Eslarn ist eines von wenigen gemeindeeigenen Brauhäuser in Deutschland. Unter der Regie des Architekturbüros Schönberger bauten insgesamt 35 Firmen die Einrichtung und ihre Nebengebäude zum Tourismuszentrum "Biererlebnis Kommunbrauhaus" aus. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro.

Der Start für das Projekt "Brauen in althergebrachter Weise" erfolgte 2011 mit dem Erwerb der ehemaligen Malztenne, die 1951 zusammen mit dem Lagerhaus an die örtliche Raiffeisengenossenschaft verkauft worden war. Dies war gleichzeitig der Einstieg in die Städtebauförderung - mit dem Ziel, den Ort langfristig attraktiver zu machen und für Touristen aufzuwerten.

In der Farbe des Bieres

Umgesetzt wurde die Maßnahme in drei Einzelvorhaben, Start war die Sanierung des ehemaligen Lagerhauses und des gemeindeeigenen Kommunbrauhauses. Im Dezember 2011 rissen Bagger zunächst Tankstelle und die Nebengebäude ab. Zudem wurden die Dächer des Kommunbrauhauses und des ehemaligen Lagerhauses komplett saniert. Im Juni 2012 begann die Umgestaltung der ehemaligen Raiffeisenlagerhalle zu einem Dokumentationszentrum. Nach Fertigstellung glänzte die Fassade am Zoiglmuseum mit kräftigen ockergelben Farbtönen, in der Farbe des Bieres, das Info-Gebäude erhielt ein dezenteres Gelb, wie das eines Pilses. Die Fensterrahmen dagegen scheinen in der Farbe von hellem Bierschaum.

Zu den Bierfarben geben Sichtungsfelder mit alten Getreidesorten, ein kleiner Hopfengarten mit fünf originellen Hopfensorten und die alles überragenden Hopfenstangen neben dem Gebäude die Tradition des Bierbrauens wieder. Eine weitere Fläche bietet Gelegenheit zur Aussaat alter Getreidesorten.

Die Pappeln am Hang, der mit einer Hainbuchen-Hecke eingerahmte, 300 Quadratmeter große Parkplatz, der mit Rasengittersteinen aufgelockert ist, und eine Säulenhainbuche als Abschluss zur Tal-Aue des Loisbaches bereichern das Umfeld. Die große Parkfläche bietet sich auch als Marktfläche für Verkaufsstände und Veranstaltungen an. Für mögliche Festbetriebe und Gäste mit Wohnwagen oder Wohnmobilen befindet sich eine "Stromzapfanlage" auf dem Grundstück.

Für das beeindruckende, 1,3 Millionen Euro umfassende Projekt bewilligte der Staat aus Mitteln der Städtebauförderung insgesamt 435 000 Euro und laut Zuwendungsbescheid "LEADER" insgesamt 123 679 Euro. Den Gär-Raum im Kellergeschoss finanzierten die Kommunbrauer mit 17 670 Euro.

Erster Etappensieg

Durch die Sanierung des denkmalgeschützten Brauhauses und den Bau des Museums bleibt das Erbe der Kommunbrauer in der überlieferten Form auch den kommenden Generationen erhalten. Mit der Fertigstellung des neuen, dreimal drei Meter großen und 17 700 Euro teuren Freibrand-Backofens direkt am Kommunbrauhaus und der Segnung im Dezember 2014 feierte die Marktgemeinde den ersten Etappensieg. An diesem Termin entstanden im neuen Backofen auch die ersten 28 Brotlaibe.

Weitere Erklärungen gibt es auch diversen Info-Tafeln, eine Sitzgruppe lädt Besucher und Radtouristen zum Verweilen ein. Die rückwärtige Halle auf dem Grundstück wird als "Kalthalle" erhalten und dient für Lagerzwecke und Festlichkeiten.

Interessante Einblicke

Die Firma Kocmoc aus Leipzig zauberte mit ihrer analogen und digitalen Gestaltung ein "Biererlebnis Kommunbrauhaus" und bietet den Gästen interessante Einblicke in altüberlieferte Brautechniken und eine Auswahl unterschiedlicher Zubehörteile für das Bierbrauen. Zusätzlich zur 500-jährigen Braugeschichte wurden auch Ereignisse aus der 775-jährigen Ortsgeschichte dargestellt.

Mit der Gestaltung der Außenanlage und der Ausstattung des Museums konnte das Projekt fortgeführt und abgeschlossen werden.
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