Versammlung der Kommunbrauer
Bald auch ein Bierdiplom

Bürgermeister Reiner Gäbl (stehend, links) informierte die Versammlungteilnehmer über die Entwicklung des Kommunbiers. Bild: gz
Vermischtes
Eslarn
23.03.2016
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Zoigl wird immer beliebter. Im Eslarner Kommunbrauhaus stellen etwa 60 Haus- und Hobbybrauer im Frühling und Herbst rund 900 Hektoliter nach dem Reinheitsgebot her. In den vergangenen zehn Jahren waren es im Schnitt 29 Sude, im Vorjahr 31.

In der Versammlung im "Biererlebnis Kommunbrauhaus" mit Teilnehmern aus Eslarn, Moosbach, Waidhaus, Pfrentsch, Schönsee und Teunz blickte Bürgermeister Reiner Gäbl auf 2015 zurück. Heuer steht ein besonderer Höhepunkt an: Eine Abordnung der Gemeinde und der Kommunbrauerei beteiligt sich vom 22. bis 24. Juli mit einem Stand am Jubiläum "500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot" in München.

"Wir sind die einzigen Vertreter aus der nördlichen Oberpfalz und werden die Festdamen und -burschen sowie den Heimatverein in München einbinden." Wer sich noch beteiligen möchte, kann sich im Rathaus melden. Außerdem wies Gäbl auf die Beteiligung mit dem "Islouer Zoigl" an der Landesausstellung "Bier in Bayern" im Kloster Aldersbach hin.

2455 Euro Überschuss


Mit der steuerpflichtigen Abgabe von 695 Euro und der Biersteuer von 3364 Euro verdient auch der Staat an der Kommunbrauerei. Für die Gemeinde ist das Kesselgeld die einzige Einnahmequelle. Von 6200 Euro Einnahmen des vergangenen Jahres blieb nach Abzug von 3744,11 Euro für Wasser, Kanal und benötigter Produkte ein Überschuss von 2455,89 Euro. "Die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre hat dazu geführt, dass ausgeglichene Betriebsergebnisse erreicht werden konnten und zudem wieder Zuführungen zu der Rücklage möglich wurden", informierte Gäbl.

Für Rücklagen


Die Notwendigkeit spiegelte sich 2011 in der Investition in einen Vorwärmer, die Erneuerung kostete 34 505 Euro. "Damit waren die Rücklagen bis auf einen Rest von 162,30 Euro aufgebraucht und es bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Gemeinde von 2600,51 Euro." Nach der Rückforderung von 399 Euro vom Freistaat aus der Denkmalschutzförderung sowie nach den Abzug der Überschüsse aus den vergangenen Jahren wurden die Gemeindeschulden ausgeglichen, der Rest von 839,59 Euro und der diesjährige Überschuss von 2455,89 Euro den Rücklagen zugeführt.

Der Betrag wird zur Deckung der Verbindlichkeiten gegenüber der Gemeinde aufgrund der Renovierung des Kommunbrauhauses verwendet. Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme am Brauhaus habe der Markt etwa 160 000 Euro aufgewendet. Die vorläufigen Bauausgaben betrugen 23 578,39 Euro, so dass sich ein Minus von 17 378,39 Euro ergab.

Damit das "Biererlebnis" mit Leben erfüllt werde, bat Bürgermeister Gäbl die Kommunbrauer bei Führungen und beim Frühschoppen, bei dem sich die Gäste wie früher zu einem gemütlichen Plausch bei einem Bier zusammensetzten können, um Unterstützung. "Wir wollen keine Konkurrenz für die Gastronomie sein, im Gegenteil, anschließen gehen viele in eine Zoiglstube."

Geplant ist ein Eintrittsgeld und ein Quiz mit einem Bierdiplom. Bei Besuchen werde das sanierte Kommunbrauhaus und neue "Biererlebnis", vor allem die vorliegende Patenturkunde für das "Alleinstellungsmerkmal Kommunbier", von vielen Politikern und Gästen bewundert. Im Rückblick erinnerte der Rathauschef an die Einweihung des Brauhauskomplexes am 9. Mai und das Heimatfest mit dem Markttreiben am 9. August, wo der Rebhuhnzoigl sehr gut ankam.

Heuer steige am Georgitag, 23. April, am Tag des Bieres und traditionell dem letzten Brautag, ab 14 Uhr ein Kommunbierfest im Brauhaus. Für Unterhaltung sorgen die "Schneidigen". Darüber hinaus wies das Marktoberhaupt auf noch freie Hochzeitstermine im Kommunbrauhaus. "Bereits 80 Prozent der Trauungen finden im Biererlebnis statt, und bei der Auswahl von Sekt und Bier greifen 80 Prozent nach dem Patentbier."

Dank an Braumeister


Außerdem soll ein Besuch zur Familienbrauerei sowie zu den 800 Jahre alten in Granitfelsen gehauenen Kellergewölben in Chodova Plana organisiert und die Anreise eventuell mit einer romantischen Zugfahrt ab Belá nad Radbuzou verbunden werden. "Dass unsere Kommunbrauerei so gut floriert, verdanken wir unserem Kommunbraumeister Georg Zierer und seinen Söhnen Hans und Georg", stellte Gäbl abschließend fest.
Wir sind die einzigen Vertreter aus der nördlichen Oberpfalz.Bürgermeister Reiner Gäbl über die Teilnahme am Jubiläum "500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot" in München
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