Zweiter Kommandant kandidiert nicht mehr
Abschied nach 18 Jahren

Bürgermeister Reiner Gäbl (rechts), Kreisbrandrat Richard Meier (Dritter von links) und KBM Thomas Kleber (links) dankten Jürgen Merold (Zweiter von rechts) für die 18-jährige Dienstzeit und gratulierten Kommandant Josef Kleber (Zweiter von links) und zweiten Kommandant Christian Wild (Dritter von rechts) zur Wahl. Bild: gz
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Eslarn
29.02.2016
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Feuerwehrkommandant Josef Kleber geht nach erfolgter Wiederwahl in die vierte Amtszeit. Jürgen Merold kandidierte dagegen aus beruflichen und privaten Gründen nicht mehr für das Amt des zweiten Kommandanten. Für dieses bewarb sich nun Jugendwart Christian Wild.

Die 18-jährige Amtszeiten der beiden Kommandanten nannte Kreisbrandrat Richard Meier "außergewöhnlich und beeindruckend. Es ist selten, dass ein Kommandant und ein Stellvertreter solange im Amt sind", stellte Kreisbrandrat Meier fest. Egal, ob bei schweren Verkehrsunfällen, Bränden, Rettung von Mensch und Tier, der Kommandant sei stets mit vor Ort und das alles ehrenamtlich. Eine Amtszeit eines Feuerwehrkommandanten dauert sechs Jahre. Die beiden Kommandanten in Eslarn bringen es gemeinsam auf 36 Jahre.

Am Freitag lud Bürgermeister Reiner Gäbl alle 48 Aktiven der Feuerwehr zur Dienstversammlung und zu Neuwahlen ins Feuerwehrhaus ein. Mit 36 Frauen und Männern, darunter Kreisbrandrat (KBR) Richard Meier, Kreisbrandmeister (KBM) Thomas Kleber, Vorsitzender Stefan Schönberger und Stellvertreter Jürgen Bösl, hatten 75 Prozent der Aktiven dieses Angebot angenommen.

Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr sei geprägt von gegenseitigem Respekt und Vertrauen, sagte der Bürgermeister. "Der Ausbildungsstand der Wehr ist ausgezeichnet. Stolz kann man vor allem auf die junge Truppe sein", lobte er. Im Namen der Gemeinde dankte Gäbl den Kommandanten Josef Kleber und Jürgen Merold für ihren 18-jährigen Dienst und allen Aktiven für die Übernahme des schweren Ehrenamtes. Dem altbewährten Kommandanten und dem neuen, jungen Stellvertreter versprach der Rathauschef die volle Unterstützung und wünschte alles Gute.

Die 18-jährige Dienstzeit eines Kommandanten nannte KBR Meier außergewöhnlich und ein Zeichen, dass in Eslarn alles in geordneten Bahnen laufe. "Viele Kommandanten hören bereits nach sechs Jahren auf, so dass es zum ständigen Wechsel kommt." Ein Dank ging an die gewählten Kommandanten und an alle Aktiven für ihren ehrenamtlichen Einsatz sowie an die Gemeinde für die finanzielle Unterstützung. "Nur mit einer guten Ausrüstung könne die Feuerwehr der Bevölkerung die beste Hilfe bieten." Meier wies auf ungewöhnlich viele Brandeinsätze hin und auf die Diskussion, das Höchstalter eines Aktiven von 63 auf 65 heraufzusetzen. "Es gibt wenige ehrenamtliche Institutionen, die in so kurzer Zeit und so oft zum Helfen ausrücken können."

Dass der Feuerwehrdienst nicht ungefährlich ist, zeige laut KBR Meier der am 11. August mit größten Schwierigkeiten und höchster Sicherheitsstufe durchgeführte Einsatz mit 500 Einsatzkräften zahlreicher Insitutionen im Bereich des Marktes Kirchenthumbach. Ein Pilot eines amerikanischen Militärflugzeuges hatte vor dem Absturz der F16 vorsorglich die mitgeführten Übungsbomben und die Außentanks abgeworfen.

Einen gefahrlosen Einsatz und weiterhin gute Zusammenarbeit wünschte KBM Kleber, der sich den Dankesworten anschloss. Dem altbewährten und dem neugewählten Kommandanten versprach auch Kleber seine volle Unterstützung.

Abschied und NeuwahlenBei der geheimen Wahl zum Kommandanten stellte sich Josef Kleber auf Vorschlag erneut zur Wahl und erhielt von den 36 Aktiven 30 Jastimmen. Damit geht er ab 1. April nach 18 Jahren in die vierte Amtszeit.

Für das Ehrenamt des zweiten Kommandanten wurde Jürgen Merold zur Wiederwahl und neu Jugendwart Christian Wild vorgeschlagen. "Ich möchte mich in den 18 vergangenen Jahren für die gute Kameradschaft bedanken und mich aus beruflichen und privaten Gründen nicht erneut zur Wahl stellen", erklärte Merold. Er war mit großer Wehmut ins Feuerwehrhaus gekommen, hatte aber bereits im Vorfeld seine Absichten angekündigt. "Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Mir fällt es nicht leicht, das Amt abzugeben." Den Vorschlag zur Wiederwahl wertete Merold als Zeichen des Vertrauens.

Ein prägendes Ereignis in seiner Amtszeit war der Verkehrsunfall zur Faschingszeit mit einem Toten und einer eingeklemmten Schwerstverletzten an der Kartoffelhalle. Dies zeige, dass die Feuerwehr zu jeder Minute, egal ob Tag oder Nacht, bei schönem oder schlechtem Wetter für einen Einsatz gerüstet sein müsse.

Nachdem der bisherige zweite Kommandant auf eine Wiederwahl verzichtete und sich Christian Wild als Nachfolger bereit erklärte, bestimmten die aktiven Mitglieder den Jugendwart mit 24 von 36 Stimmen zum zweiten Kommandanten, der damit ab 1. April das Amt übernehmen wird.

Die beiden Gewählten dankten allen für das Vertrauen und wünschten sich mit der Gemeinde und mit allen Feuerwehrangehörigen eine gute Zusammenarbeit. (gz)
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